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Deutschsprachige Bedienungsanleitung
Play Electric
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) a
Wichtige Sicherheitshinweise 1
Bevor es losgeht 5
Über diese Anleitung 6
Wie Sie technische Unterstützung erhalten 6
VoiceSupport 6
Bitte registrieren Sie Ihr Play Electric 7
Einleitung 8
Legende 9
Anschlussdiagramme 10
Grundlagen 11
Ein- und Ausgänge 12
Gain-Einstellungen: 14
Bedienelemente und Betrieb 16
Drehregler und Links-/Rechtspfeiltasten 19
Softkeys 21
Anschlussdiagramme 23
Anschluss an ein Mischpult 24
Rückseitige Ein- und Ausgänge des Play
Electric 24
Vocals (Stereo oder Mono) und Gitarre 25
Vocals (Mono) und Gitarrenverstärker 26
Vocals (Mono) und Gitarre mit einem
TC-Helicon FX150 27
Vocals (Mono) und Gitarre mit einem
TC-Helicon FX150 und einem
Gitarrenverstärker 28
Gitarre und Vocals über einen FX150
und (in Stereo) an eine PA 29
Stereo an eine PA und TC-Helicon Guitar/
Headphone Cable 30
Setup-Taste/-Bereich 31
Input-Seite (1/8) 32
Output-Seite (2/8) 35
Guitar-Seite (3/8) 37
System-Seite (4/8) 38
System-Seite 2 (5/8) 40
Loop-Seite (6/8) 40
Switch-3-Seite (7/8) 42
Product-Info-Seite (8/8) 44
Vocal FX-Taste/-Bereich 45
Harmony-Seite (1/7) 47
Erweiterte Harmony-Seite 48
Double-Seite (2/7) 49
Delay-Seite (3/7) 50
Erweiterte Delay-Seite 51
Reverb-Seite (4/7) 52
HardTune-Seite (5/7) 53
Transducer-Seite (6/7) 54
Erweiterte Transducer-Seite 55
µMod-Seite (7/7) 56
Guitar FX-Taste/-Bereich 57
Guitar Amp-Seite (1/5) 59
Erweiterte Amp-Seite 60
Guitar Compressor-Seite (2/5) 61
Guitar µMod-Seite (3/5) 62
Guitar Delay-Seite (4/5) 63
Erweiterte Delay-Seite 64
Guitar Reverb-Seite (5/5) 65
Mix-Taste/-Bereich 66
Mix-Seite (1/2) 67
Mix-Seite (2/2) 68
Der Looper 69
Was ist (und tut) ein Looper? 70
Den Looper im Play Electric verwenden 70
Tipps zu den Looping-Funktionen 72
Verwenden eines Switch-3 für Loop-Funk-
tionen 72
Problembehebung 73
Allgemeine Hinweise zur Problembehebung 74
Anhang 75
TC-Helicon Referenztabelle Tonleitern 76
Links 77
Technische Daten 79
Produkt Play Electric
Produkt (Firmware-)Version 1.0
Dokument Referenzhandbuch
Dokumentenversion / Datum 2014-07-16
Wichtige Sicherheitshinweise
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 1
Wichtige Sicherheitshinweise
Wichtige Sicherheitshinweise
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 2
1. Bitte lesen Sie diese Anweisungen.
2. Bitte bewahren Sie diese Anweisungen auf.
3. Beachten Sie alle Warnhinweise.
4. Folgen Sie bitte allen Anweisungen.
5. Verwenden Sie dieses Gerät nicht in der
Nähe von Wasser.
6. Reinigen Sie das Gerät nur mit einem tro-
ckenen Tuch.
7. Die Belüftungsöffnungen des Gerätes dür-
fen nicht verdeckt werden. Folgen Sie bitte
bei der Montage des Gerätes allen Anwei-
sungen des Herstellers.
8. Montieren Sie das Gerät nicht neben Hitze-
quellen wie Heizkörpern, Wärmespeichern,
Öfen oder anderen Geräten (auch Leis-
tungsverstärkern), die Hitze abstrahlen.
9. Nehmen Sie keine Veränderungen am Netz-
stecker dieses Gerätes vor. Ein polarisierter
Stecker hat zwei Kontakte, von denen einer
breiter ist als der andere. Ein geerdeter Ste-
cker hat zwei Kontakte sowie einen dritten
Erdungskontakt. Der breitere Kontakt be-
ziehungsweise der Erdungskontakt dient
Ihrer Sicherheit. Wenn der Stecker an dem
mit diesem Gerät gelieferten Kabel nicht zur
Steckdose am Einsatzort passt, lassen Sie
die entsprechende Steckdose durch einen
Elektriker ersetzen.
10. Sichern Sie das Netzkabel gegen Einquet-
schen oder Abknicken, insbesondere am
Gerät selbst sowie an dessen Netzstecker.
11. Verwenden Sie nur vom Hersteller benannte
Ergänzungen und Zubehörteile für dieses
Gerät.
12. Verwenden Sie nur die vom Her-
steller als geeignet angegebenen
oder zusammen mit dem Gerät
verkauften Gestelle, Podeste, Halteklam-
mern oder Unterbauten für dieses Gerät.
Wenn Sie einen Rollwagen verwenden, ach-
ten Sie darauf, dass das Gerät beim Bewe-
gen gegen Herunterfallen gesichert ist, um
das Verletzungsrisiko zu minimieren.
13. Trennen Sie das Gerät vom Stromnetz,
wenn ein Gewitter aufkommt oder wenn Sie
es voraussichtlich für längere Zeit nicht ver-
wenden werden.
14. Alle Wartungsarbeiten müssen von hierfür
qualifizierten Servicemitarbeitern durchge-
führt werden. Eine Wartung ist erforderlich,
wenn das Gerät selbst oder dessen Netz-
kabel beschädigt wurde, Flüssigkeiten oder
Gegenstände in das Gerät gelangt sind,
das Gerät Regen oder starker Feuchtigkeit
ausgesetzt wurde, das Gerät nicht ord-
nungsgemäß arbeitet oder es herunterge-
fallen ist.
Vorsicht
Änderungen an diesem Gerät, die im Rahmen
dieser Anleitung nicht ausdrücklich zugelassen
wurden, können das Erlöschen der Betriebser-
laubnis für dieses Gerät zur Folge haben.
Wartung
Alle Wartungsarbeiten müssen von einem
hierfür qualifizierten Servicetechniker durch-
geführt werden.
Es befinden sich keine vom Anwender zu war-
tenden Teile im Inneren dieses Gerätes.
Warnung
Um die Gefahr eines Feuers oder eines elek-
trischen Schlages zu verringern, darf dieses
Gerät nicht dort verwendet werden, wo es Re-
gen oder Feuchtigkeit ausgesetzt ist. Stellen
Sie außerdem keine mit Flüssigkeiten gefüllten
Gegenstände – wie beispielsweise Vasen – auf
diesem Gerät ab.
Dieses Gerät muss geerdet sein.
Verwenden Sie zum Anschluss dieses Gerätes
grundsätzlich nur ein dreiadriges Netzkabel
wie jenes, das mit dem Gerät geliefert wurde.
Beachten Sie, dass für verschiedene Netz-
spannungen entsprechende Netzkabel und
Anschlussstecker erforderlich sind.
Überprüfen Sie die Netzspannung am Einsat-
zort des Gerätes und verwenden Sie ein ge-
eignetes Kabel.
Spannung Netzstecker nach Standard
110 bis 125 V UL817 und CSA C22.2 Nr. 42.
220 bis 230 V CEE 7 Seite VII, SR Abschnitt
107-2-D1 / IEC 83 Seite C4.
Montieren Sie das Gerät so, dass der Netz-
stecker zugänglich und eine Trennung vom
Stromnetz ohne weiteres möglich ist.
Um das Gerät vollständig vom Stromnetz zu
trennen, müssen Sie den Netzstecker des Ge-
rätes aus der Steckdose ziehen.
Der Netzstecker des Gerätes sollte jederzeit
zugänglich sein.
Wichtige Sicherheitshinweise
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 3
Montieren Sie das Gerät nicht in einem voll-
ständig geschlossenen Behälter oder Gehäu-
se.
Für die Verwendung in einer Höhe von maxi-
mal 2000 Metern über dem Meeresspiegel.
Öffnen Sie das Gerät nicht – es besteht die
Gefahr eines elektrischen Schlages!
EMV / EMI
Elektromagnetische Verträglichkeit /
Elektromagnetische Interferenz
Dieses Gerät ist geprüft worden und entspricht
den Grenzwerten der Federal Communications
Commission (FCC) für digitale Geräte der Klasse
B nach Abschnitt 15.
Diese Einschränkungen sollen angemessenen
Schutz gegen schädliche Interferenzen bieten,
wenn das Gerät in einer Wohngegend betrie-
ben wird. Dieses Gerät erzeugt und verwendet
Hochfrequenzenergie und kann selbst Hochfre-
quenzenergie ausstrahlen. Wenn es nicht ent-
sprechend der Anleitung installiert und verwen-
det wird, erzeugt es möglicherweise beeinträch-
tigende Störungen bei Rundfunkempfängern. Es
kann jedoch nicht garantiert werden, dass es bei
einer bestimmten Aufstellung nicht zu Interferen-
zen kommt.
Wenn dieses Gerät Störungen bei Radio- und
Fernsehempfangsgeräten auslöst – was durch
Aus- und Anschalten des Gerätes überprüft wer-
den kann – sollten Sie die folgenden Maßnah-
men ergreifen:
Richten Sie die verwendete Empfangsantenne
neu aus oder stellen Sie die Antenne an einer
anderen Stelle auf.
Vergrößern Sie den Abstand zwischen dem
Gerät und dem Empfänger.
Schließen Sie das Gerät an eine Steckdose
an, die zu einem anderen Stromkreis als der
Empfänger gehört.
Bitten Sie Ihren Händler oder einen erfahrenen
Radio- / Fernsehtechniker um Hilfe.
Für Kunden in Kanada
Dieses digitale Gerät der Klasse B entspricht
den kanadischen Bestimmungen für Interferenz
verursachende Geräte ICES-003.
Cet appareil numérique de la classe B est
conforme à la norme NMB-003 du Canada.
Wichtige Sicherheitshinweise
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 4
Erläuterung der
grafischen Symbole
Das Blitzsymbol in einem Dreieck
weist den Anwender auf eine nicht iso-
lierte Spannungsquelle im Gehäuse
des Gerätes hin, die stark genug sein
kann, um bei Anwendern einen Strom-
schlag auszulösen.
Ein Ausrufezeichen in einem Dreieck
weist den Anwender auf wichtige An-
weisungen zum Betrieb und Instand-
haltung des Produkts in den begleiten-
den Unterlagen hin.
Bevor es losgeht
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 5
Bevor es losgeht
Bevor es losgeht
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 6
Über diese Anleitung
Diese Anleitung soll Ihnen helfen, Ihr Play Electric
zu verstehen und zu bedienen.
Um die aktuelle Version dieser Anleitung herun-
terzuladen, besuchen Sie die Webseite
tc-helicon.com/products/play-electric/support /
Bitte lesen Sie diese Anleitung vollständig, da
Ihnen sonst möglicherweise interessante Funk-
tionen entgehen.
Wie Sie technische
Unterstützung erhalten
Wenn Sie Fragen haben, die im Rahmen dieser
Anleitung nicht beantwortet werden, lesen Sie
bitte die FAQs (häufig gestellte Fragen und Ant-
worten), nutzen Sie die Anwenderforen oder kon-
taktieren Sie den Support von TC-Helicon:
support.tc-helicon.com /
VoiceSupport
VoiceSupport ist eine Software, mit der Sie das
volle Potenzial Ihres TC-Helicon-Produkts er-
schließen können. Hier erhalten Sie außerdem
stets die neuesten Informationen, Ticks und
Tricks.
Zu den wichtigsten Funktionen von VoiceSup-
port gehören:
Zugriff auf Presetbibliotheken in professionel-
ler Qualität
Direkter Zugriff auf Anleitungen zu Produkten
von TC-Helicon
Benachrichtigungen über Software-Updates –
halten Sie Ihre TC-Helicon-Produkte stets auf
dem neuesten Stand.
Presetverwaltung per Drag & Drop
Spezielle Inhalte zu Ihren Produkten
VoiceCouncil – Beiträge mit aktuellen Tipps
für Sängerinnen und Sänger
Aktualisieren der Produkt-Firmware
Account-Verwaltung
Zugriff auf den technischen Support.
Die Software VoiceSupport ist für Microsoft
Windows und Mac OS X verfügbar von der
Download-Seite
tc-helicon.com/products/voicesupport/
Bevor es losgeht
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 7
Bitte registrieren Sie
Ihr Play Electric
Registrieren Sie Ihr Play Electric mit Hilfe der
Software VoiceSupport. Starten Sie VoiceSup-
port und klicken Sie auf die Schaltfläche „AC-
COUNT“.
Bitte beachten Sie, dass Sie Ihr Produkt nicht
registrieren müssen, um VoiceSupport zu ver-
wenden, Presets herunterzuladen, die Firmware
Ihres Produkts zu aktualisieren oder den Sup-
port zu kontaktieren.
Einleitung
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 8
Einleitung
Einleitung
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 9
Willkommen in der Anleitung
zu Ihrem Play Electric!
Zunächst möchten wir uns bedanken, dass Sie
sich für den Kauf des Play Electric entschieden
haben. Wir bei TC-Helicon glauben, dass dieses
Effektgerät eine wertvolle Bereicherung Ihres
Setups sein und Ihnen viel Freude machen wird.
Wie Sie schon in der Kurzanleitung gelesen ha-
ben, die mit dem Produkt geliefert wurde, lässt
sich das Play Electric zunächst einmal sehr ein-
fach bedienen. Aber „unter der Haube“ dieses
kompakten Gerätes gibt es mehr zu entdecken,
als Sie vielleicht glauben. Wir empfehlen Ihnen,
das Ihr Play Electric wie ein neues Musikinstru-
ment zu behandeln und sich Zeit zu nehmen, um
seine Bedienung und die grundlegenden Kon-
zepte zu erlernen.
Ja, das bedeutet „RTFM“.
Auf Deutsch: Lesen Sie bitte das ganze ... Hand-
buch.
Und wenn Sie diese Anleitung einmal nicht zur
Hand haben: Auf der Unterseite Ihres Play Elec-
tric finden Sie einen „Spickzettel“, der die wich-
tigsten Funktionen erklärt.
Legende
Die folgenden Symbole werden in den An-
schlussdiagrammen in diesem Handbuch ver-
wendet.
XLR Male XLR Female
Combo Jack
MIDI Jack
1/4 inch jack
Power Input
Mini USB
1/8 inch jack GRND Lift
USB Type A
USB Type B
Mikrofon
XLR Male XLR Female
Combo Jack
MIDI Jack
1/4 inch jack
Power Input
Mini USB
1/8 inch jack GRND Lift
USB Type A
USB Type B
Elektrische Gitarre
XLR Male XLR Female
Combo Jack
MIDI Jack
1/4 inch jack
Power Input
Mini USB
1/8 inch jack GRND Lift
USB Type A
USB Type B
Monitor-Mix
XLR Male XLR Female
Combo Jack
MIDI Jack
1/4 inch jack
Power Input
Mini USB
1/8 inch jack GRND Lift
USB Type A
USB Type B
Mischpult
XLR Male XLR Female
Combo Jack
MIDI Jack
1/4 inch jack
Power Input
Mini USB
1/8 inch jack GRND Lift
USB Type A
USB Type B
P.A.
XLR Male XLR Female
Combo Jack
MIDI Jack
1/4 inch jack
Power Input
Mini USB
1/8 inch jack GRND Lift
USB Type A
USB Type B
Gitarrenverstärker
XLR-Kabel
XLR Male XLR Female
Combo Jack
MIDI Jack
1/4 inch jack
Power Input
Mini USB
1/8 inch jack GRND Lift
USB Type A
USB Type B
¼“ / 6.5mm TRS (Tip / Ring / Slee-
ve ) und TS (Tip / Sleeve) Gitarrenkabel
XLR Male XLR Female
Combo Jack
MIDI Jack
1/4 inch jack
Power Input
Mini USB
1/8 inch jack GRND Lift
USB Type A
USB Type B
” / 3,5mm-Kabel
Einleitung
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 10
Anschlussdiagramme
Auf den folgenden Seiten finden Sie einige An-
schlussdiagramme. Wir haben die Anschlussbei-
spiele so gewählt, dass alles möglichst transpa-
rent und nachvollziehbar ist.
Wenn Sie sich mit diesen Anschlussbeispielen
vertraut machen, beachten Sie bitte die folgen-
den Punkte:
1. Signalquellen, die Sie an die Eingänge Ihres
Play Electric anschließen, werden stets auf der
linken Seite des Anschlusspanel-Diagramms
gezeigt.
2. Signalquellen, die Sie an die Ausgänge Ihres
Play Electric anschließen, werden stets auf
der rechten Seite des Anschlusspanel-Dia-
gramms gezeigt.
3. Es gibt an der unteren Seite jedes Diagramm
zwei Bereiche.
Der Play Electric-Bereich zeigt, was Sie
über den Kopfhörerausgang des Play Elec-
tricren.
Der PA-Bereich zeigt, was Sie über die
Lautsprecher Ihrer PA hören.
4. Andere Eingänge oder Instrumente werden in
diesen Anschlussbeispielen nicht berücksich-
tigt – Sie werden hier also zum Beispiel keine
Drumsets sehen.
5. In vielen Fällen werden Sie am Kopfhöreraus-
gang des Play Electric und an Ihrer PA dassel-
be hören; es können aber auch verschiedene
Signale sein
3
4
5 5
PLAY ELECTRIC
OUT THRU IN
GUITAR
MIC IN
OUTPUTS
RIGHT LEFT
AUX
Grundlagen
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 11
Grundlagen
Grundlagen
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 12
Play Electric – Rückseite
Ein- und Ausgänge
Wir beschreiben in dieser Anleitung die An-
schlüsse von rechts nach links. Anwendungsbei-
spiele finden Sie unter „Anschlussdiagramme.
MIC-Buchse
Hier passiert’s!
Schließen Sie an diese Buchse Ihr Mikrofon an
(dynamisches Mikrofon, Kondensatormikrofon,
MP-75 oder e835 fx). Denken Sie daran, dass Sie
den Mikrofontyp und den Pegel korrekt einstel-
len müssen, wie es in der Kurzanleitung zum Play
Electric beschrieben wird.
GUITAR IN-Buchse
Schließen Sie Ihre Gitarre an diesen Eingang an.
GUITAR THRU-Buchse
Von der Buche GUITAR THRU können Sie das
Gitarrensignal direkt vom Eingang an einen ex-
ternen Verstärker oder Ihr Pedalboard durch-
leiten. Wenn Sie keinen der integrierten Gitar-
reneffekte verwenden wollen, aber das Play
Electric für die Harmoniestimmenerzeugung die
Akkorde und Tonleitern erkennen soll, die Sie
spielen, schließen Sie Ihre Gitarre an die Buch-
se IN an und verbinden die Buchse THRU mit
Ihrem Verstärker / Pedalboard. Alle im Play
Electric selber erzeugten Gitarren-Sounds
werden stummgeschaltet, sobald Sie die TH-
RU-Buchse des Play Electric an ein anderes
Gerät anschließen.
GUITAR OUT-Buchse
Dies ist ein direkter Gitarrenausgang. Verbinden
Sie ihn mit Ihrem Gitarrenverstärker oder einen
Kanal an Ihrem Mischpult. Sobald Sie etwas
an die Buchse GUITAR OUT anschließen, wer-
den alle Gitarrensignale aus dem Signal an den
XLR-Ausgängen entfernt.
AUX-Buchse
Schließen Sie über ein 3,5 mm-Klinkenkabel eine
beliebige Signalquelle an Ihr Play Electric an (ja
– es darf auch Ihr geliebter SONY-Walkman aus
dem Jahr 1981 sein …). Wenn Sie keine Gitarre
an das Play Electric angeschlossen haben, wird
das an der AUX-Buchse erkannte Audiosignal
verwendet, um die Tonart des Songs zu bestim-
men.
Grundlagen
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 13
XLR OUTPUTS-Buchsen
Dies sind die Hauptausgänge des Play Elec-
tric. Standardmäßig werden Ihre Stimme und
die darauf angewendeten Effekte (einschließlich
der Harmoniestimmen) über diese Ausgänge in
Stereo ausgegeben. Solange Sie nichts an die
Buchse GUITAR OUT anschließen, werden auch
die Gitarrensignale über die XLR-Ausgängen
ausgegeben.
GND-Taster
Dies ist ein Ground-Lift-Taster. Sollte ein Brum-
men zu hören sein, versuchen Sie das Problem
zu beheben, indem Sie den GRND LIFT-Taster
des Play Electric drücken.
Kopfhöreranschluss
Schließen Sie Ihren Kopfhörer an den Kopfhö-
rer-Anschluss an.
PEDAL-Buchse
An die Buchse PEDAL können Sie mit einem
TRS-Klinkenkabel den Controller Switch-3 (se-
parat erhältlich) anschließen. Wenn Sie den
Switch-3 verwenden, können Sie Loops und
weitere Effekte besonders effektiv steuern. Im
Abschnitt über den Switch-3 in dieser Anlei-
tung wird beschrieben, wie Sie den Tastern des
Switch-3 Funktionen zuordnen können.
USB-Anschluss
Verbinden Sie das Gerät über das mitgelieferte
Kabel mit Ihrem Computer. Verwenden Sie die
Software VoiceSupport, um Presets zu verwal-
ten die interne Software des Produkts (die Firm-
ware) zu aktualisieren.
Sie können die Software VoiceSupport hier he-
runterladen:
tc-helicon.com/products/voicesupport/
Die Übertragung von Audiosignalen (eingehend
und ausgehend) über USB ist ebenfalls möglich
(Format: 16 Bit Auflösung mit 44,1 oder 48 kHz
Sample-Rate).
Eingehende USB-Audio-Signale werden nicht
an den USB-Ausgang geleitet. Sie können also
zu Songs, die Sie bereits in Ihrer Audiosoftware
produziert haben, spielen und singen – und dann
nur Vocals und Gitarre aufnehmen.
Netzbuchse
Schließen Sie hier das mitgelieferte Netzteil an.
Ihr Play Electric wird sofort angeschaltet. Ver-
wenden Sie stets ein Originalnetzteil von
TC-Helicon (12 V, 400 mA). Wenn Sie ein an-
deres Netzteil verwenden, wird das Gerät mögli-
cherweise beschädigt, und Ihre Garantie erlischt.
Grundlagen
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 14
Gain-Einstellungen:
Wie die Eingangspegelanzeige
(LED) zu lesen ist
Die LED auf der Oberseite des Play Electric dient
zur Pegelmessung sowohl des Vocal-Signals als
auch des Gitarrensignals.
Wenn Sie den Pegel für Ihr Mikrofon oder Ihre
Gitarre einstellen, sollten Sie separat singen
und spielen. Wenn Sie den Pegel des Mikrofons
einstellen, sollten Sie nicht Gitarre spielen - und
umgekehrt.
Wenn Sie singen und Gitarre spielen, zeigt die
Pegelanzeige den gemeinsamen Pegel für Mik-
rofon und Gitarreneingang.
Wenn die Anzeige rot leuchtet – was eine Über-
steuerung anzeigt –, sollten Sie abwechselnd
singen und Gitarre spielen, um das problemati-
sche Signal einzugrenzen.
Beachten Sie, dass beide Signale zusammen
übersteuern können – auch dann, wenn die
einzelnen Signale es nicht tun. Wenn dies der
Fall ist, sollten Sie beide Eingänge zunächst et-
was absenken, bis die Leuchtdiode nicht mehr
rot aufleuchtet.
Einstellen der Mikrofonempfindlichkeit
Nachdem Sie Ihr Mikrofon angeschlossen und
den Mikrofontyp angegeben haben („Dynamic“,
„Condenser“, „MP-75“ oder „e835 fx“) können
Sie mit dem Mic-Gain-Regler an der Seite des
Play Electric den Eingangspegel dem Mikrofon
anpassen.
Achten Sie, während Sie den Pegel erhöhen,
genau auf die Leuchtdiode auf der Obersei-
te des Play Electric. Diese Leuchtdiode sollte
grün leuchten. Es ist in Ordnung, wenn die LED
manchmal gelb leuchtet – aber sie sollte niemals
rot leuchten. Wenn sie rot leuchtet, vermindern
Sie den Eingangspegel. Rot bedeutet, dass a)
der Eingang übersteuert ist und b) Sie sehr kräf-
tige Lungen haben!
Einstellen des Gitarrenpegels
Den Pegel für den Gitarreneingang stellen Sie
auf Seite 1 des Setup-Menüs ein. Um das Se-
tup-Menü zu öffnen, drücken Sie die Taste SE-
TUP. Bewegen Sie sich dann durch Dcken der
beiden horizontalen Pfeiltasten zur Seite 1, falls
diese nicht schon angezeigt wird. Drücken Sie
dann die Taste direkt neben der „Guitar IN“-An-
zeige und verwenden Sie den Drehregler zum
Anpassen des Pegels.
Die LCD-Anzeige lesen
Die Anzeige des Play Electric
Das LCD-Display des Play Electric zeigt die fol-
genden Informationen:
Presetname
Dies ist der Name des gerade aktiven Presets.
Im obigen Screenshot ist dies „High Harmony“.
Das Presets-Konzept wird im Abschnitt „Was
sind Presets?“ erläutert.
Presetnummer
Dies ist die eindeutige Nummer des Speicher-
platzes, in dem ein Preset abgelegt wird. Im obi-
gen Screenshot ist dies 1.
FAV“-Marker
Ein kleines „FAV“ wird in der rechten oberen
Ecke des Displays angezeigt, wenn das aktuelle
Preset als Favorit gekennzeichnet wurde.
„NP“-Anzeige
„NP“ wird in der rechten unteren Ecke des Dis-
plays angezeigt, wenn das Play Electric neue Ak-
kordinformationen erkannt hat.
Grundlagen
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 15
Möglicherweise sehen Sie, dass die „NP“-Anzei-
ge rasch erscheint und erlischt, während einge-
hende Audiosignale ausgewertet werden. Dies
ist normal.
Was ist NaturalPlay?
NaturalPlay ist jene geheimnisvolle Funktion des
Play Electric, mit der wir herausfinden, in welcher
Tonart das Stück steht, das Sie gerade spielen.
Wenn Sie an die Buchse GUITAR IN eine Gitarre
anschließen, analysiert NaturalPlay zunächst das
hier anliegende Signal auf Tonleiterinformatio-
nen. Anschließen wertet die Funktion die Signale
aus, die am Aux-Eingang und über die Room-
Sense-Mikrofone erfasst werden.
Sobald das Play Electric an einem der Eingänge
eine Tonleiter „erkennt, passt es seine eigenen
Tonart-Parameter (also Grundton und Tonleiter)
„on the fly“ an. „NP“ wird nur angezeigt, wenn
eine Änderung von Grundton oder Tonleiter er-
kannt wurde – Sie müssen sich also keine Sor-
gen machen, wenn diese Anzeige nicht zu sehen
ist.
„LOOP“-Anzeige
„LOOP“ wird in der rechten unteren Ecke des
Displays angezeigt, wenn gerade eine Loop wie-
dergegeben wird, die Loop-Modus-Seite aber
gerade nicht angezeigt wird.
GB-Anzeige („Guitar Boost“)
Wenn die Pegelanhebung für den Gitarrenein-
gang aktiv ist, wird in der linken unteren Ecke
des Displays GB („Guitar Boost“) angezeigt.
Genre-Anzeige
Wenn Sie die Genre-Wähler auf einen anderen
Wert als „All“ eingestellt haben, wird die aktu-
ell ausgewählte Genre in der oberen linken Ecke
des Displays angezeigt. Im obigen Screenshot
ist dies „Harmony“.
Grundlagen
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 16
Bedienelemente und Betrieb
Die drei Fußtaster des Play Electric
DOWN und UP-Fußtaster
Ab hier wird …
der Fußtaster mit dem nach unten zeigenden
Dreieck als Abwärtspfeil-Fußtaster und
der Fußtaster mit dem nach oben zeigenden
Dreieck als Aufwärtspfeil-Fußtaster bezeich-
net.
Verwenden Sie den Aufwärtspfeil-Fußtaster und
den Abwärtspfeil-Fußtaster, um zwischen den
Presets umzuschalten.
Drücken Sie einen Fußtaster einmal, um zum
vorherigen oder nächsten Preset-Speicher-
platz zu wechseln.
Drücken und halten Sie einen Fußtaster, um
schnell durch die Presets zu blättern.
HIT / „Hold for talk“-Fußtaster
Im Normalbetrieb fungiert dieser Fußtaster als
HIT-Taster. Was bedeutet das?
Wenn Sie die HIT-Funktion aktivieren, indem
Sie diesen Fußtaster drücken, wird der aktuel-
le Sound durch einen oder mehrere zusätzliche
Effekte ergänzt. Diese Funktion eignet sich per-
fekt, um einen Teil eines Songs mit einem be-
stimmten Effekt – zum Beispiel Harmony – klan-
glich hervorzuheben
Talk-Modus
Wenn Sie den Fußtaster HIT / „Hold for talk“ drü-
cken und halten, wechselt das Play Electric in
den Talk-Modus.
Im Talk-Modus werden alle Vocal-Effekte am
Ausgang abgeschaltet, und das Signal vom
Mikrofon-Eingang wird direkt an den Ausgang
durchgeleitet.
Talk/Tuner-Modus
Wenn Sie eine Gitarre an die Buchse GUITAR IN
angeschlossen haben, wechselt das Play Elec-
tric in den Talk-/Tuner-Modus, in dem auch der
integrierte Gitarren-Tuner aktiviert wird. Der Gi-
tarrenausgang wird stumm geschaltet ist, damit
Sie Ihr Instrument für das Publikum unhörbar
stimmen können. Dennoch wird Ihre Stimme un-
bearbeitet an den Ausgang durchgeleitet, damit
Sie Ihr Publikum unterhalten können, während
Sie Ihr Instrument stimmen.
Den Loop-Modus aktivieren
Um in den Loop-Modus zu wechseln, drücken
und halten Sie den Aufwärtspfeil-Fußtaster und
den Abwärtspfeil-Fußtaster gleichzeitig.
Weitere Informationen über den Looper finden
Sie im Kapitel „Der Looper“.
Loop-Modus-Seite
Im Loop-Modus steuert der Abwärtspfeil-Fuß-
taster die folgenden Funktionen:
PLAY (Loop wiedergeben)
REC (Loop aufnehmen)
Overdub (zusätzlicher Aufnahmedurchgang)
Grundlagen
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 17
Um den letzten Aufnahmedurchgang (Overdub)
zu löschen, drücken und halten Sie den Ab-
wärtspfeil-Fußtaster.
Im Loop-Modus steuert der Aufwärtspfeil-Fuß-
taster die folgenden Funktionen:
STOP (Aufnahme/Wiedergabe beenden)
ERA (Erase – halten Sie den Fußtaster ge-
drückt, um die Loop zu löschen)
Um den Loop-Modus zu beenden, tippen Sie auf
den HIT- Fußtaster.
Sie können den Loop-Modus auch beenden,
während noch eine Loop wiedergegeben wird.
Das heißt: Sie können ein neues Vocal-Sound
auswählen und dann wieder in den Loop-Modus
schalten, um die Loop durch eine weitere Auf-
nahmespur (Overdub) zu ergänzen.
Loop Undo/Redo
Um einen Loop-Aufnahmedurchgang (Overdub)
rückgängig zu machen, drücken und halten Sie
den Abwärtspfeil-Fußtaster gedrückt.
Um einen gelöschten Loop-Aufnahmedurchgang
(Overdub) wiederherzustellen (Redo-Funktion),
drücken und halten Sie den Abwärtspfeil-F-
taster erneut. Ein mit Undo gelöschter Aufnah-
medurchgang kann nur dann auf diese Weise
wiederhergestellt werden, wenn Sie nach dem
Ausführen der Undo-Funktion nicht einen weite-
ren Aufnahmedurchgang erstellt haben.
Loop-Funktion mit einem
Switch-3 nutzen
Wenn Sie einen Switch-3 von TC-Helicon (sepa-
rat erhältlich) an das Play Electric anschließen,
können Sie ihn verwenden, um alle Loop-Funkti-
onen zu steuern.
Wenn Sie einen Switch-3 verwenden, profitieren
Sie davon, dass Ihnen ein eigener Undo-Taster
zur Verfügung steht, was das Erstellen von Lo-
ops erleichtert.
Wenn Sie einen Switch-3 angeschlossen haben,
dienen der Aufwärtspfeil-Fußtaster und der Ab-
wärtspfeil-Fußtaster des Play Electric dazu, die
Tonart einzustellen.
Weitere Informationen finden Sie unter Switch-
3-Seite (7/8).
Aufwärtspfeil-Fußtaster und
Abwärtspfeil-Fußtaster zum
Festlegen der Tonart verwenden
Normalweise können Sie durch gleichzeitiges
Drücken des Aufwärtspfeil-Fußtasters und des
Abwärtspfeil-Fußtasters den Loop-Modus akti-
vieren. Es gibt auch eine alternative Betriebsart.
In dieser Betriebsart können Sie den Aufwärts-
pfeil-Fußtaster und den Abwärtspfeil-Fußtasters
zum Festlegen der Tonart verwenden. Sie kön-
nen diesen Modus auf der System-Seite 5 unter
„UP/DN Function“ auswählen.
Wenn Sie diese alternative Betriebsart ausge-
wählt haben, drücken Sie den Aufwärtspfeil-F-
taster und den Abwärtspfeil-Fußtasters gleich-
zeitig, um die Tonart festzulegen.
Wenn Sie nicht wissen, in welcher Tonart ein
Song steht, sollten Sie sich für den Grundton
(KEY) am letzten Akkord des Songs orientieren
und als Tonleiter (SCALE) „Major 2“ verwenden.
Gerade bei Popmusik werden Sie damit oft rich-
tig liegen.
Weitere Informationen finden Sie unter „TC-Heli-
con Referenztabelle Tonleitern“. Sie finden diese
Tabelle auch auf der TC-Helicon-Website:
support.tc-helicon.com/entries /
21051886-scale-chart-for-TC-helicon-products/
Um Ihre mit KEY und SCALE festgelegte neue
Tonart zu verwenden, drücken Sie einfach EXIT.
Um die gewählte Tonart als Bestandteil des Pre-
sets zu speichern, drücken Sie zweimal die Tas-
te STORE. Das Speichern von Presets wird im
weiteren Verlauf dieser Anleitung ausführlicher
beschrieben.
Grundlagen
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 18
Tap Tempo
Um den Modus TAP TEMPO (Einstellen des Tem-
pos durch rhythmisches Drücken einer Taste) zu
aktivieren, drücken und halten Sie den Aufwärts-
pfeil-Fußtaster und den Taster HIT gleichzeitig.
Tap-Tempo-Anzeige
Sobald im LCD-Display das aktuelle Tempo an-
gezeigt wird, können Sie den HIT-Taster rhyth-
misch im Tempo des laufenden Songs drücken,
um das gewünschte Tempo vorzugeben.
Um die Tempoeingabe zu beenden, hören Sie
einfach mit dem Antippen des Tasters aus. Die
TAP TEMPO-Anzeige wird beendet, und Sie keh-
ren zur Preset-Seite zurück.
Grundlagen
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 19
Drehregler und Links-/Rechtspfeiltasten
BACK, STORE, Pfeiltasten und Drehregler
Mit dem Drehregler blättern Sie durch die Pre-
sets des Gerätes und wechseln in den Menüs
(Edit, System usw.) zwischen verschiedenen Ein-
stellungen.
Die Pfeiltasten haben ähnliche Funktionen. Ver-
wenden Sie sie, um zwischen Presets, Effekt-
und Setup-Seiten, Styles, Genres usw. umzu-
schalten.
Ein Tipp: Sie können die Linkspfeil-Taste oder
die Rechtspfeil-Taste drücken und halten, um
zur ersten oder letzten Seite eines Menüs umzu-
schalten. Wenn Sie sich zum Beispiel im Vocal
FX-Menü befinden, können Sie schnell von der
Harmony-Seite (Seite 1) zur Transducer-Sei-
te (Seite 7) wechseln, indem sie die Rechts-
pfeil-Taste drücken und halten.
BACK-Taste
Drücken Sie die BACK-Taste, um die aktuellen
Seite zu verlassen oder den aktuellen Modus zu
beenden.
STORE-Taste
Was sind Presets?
Um effektiv mit dem Play Electric arbeiten zu
können, müssen Sie das Preset-Konzept ver-
stehen.
Im Wesentlichen ist eine Preset eine Aufzeich-
nung aller Einstellungen für eine Gruppe von
Effekten, die Sie schnell und einfach aufrufen
können.
Das Preset-Konzept ist außerordentlich vielsei-
tig. Eine Preset kann als „Allzweckwaffe“ die-
nen – beispielsweise ein einfaches Reverb oder
ein Harmony-Preset. Ein Preset kann aber auch
einen bestimmten Song oder einen Teil eines
Songs oder mehrere Effekte und Einstellungen
beinhalten.
Ein guter Vergleich für ein Preset ist ein Benut-
zerkonto auf einem Computer. Obwohl jeder Be-
nutzer Zugang zur selben Hardware hat (CPU,
RAM usw.), kann jeder Benutzer die Einstellun-
gen für seinen Desktop-Hintergrund, die Icons
auf dem Desktop und für Anwendungen indivi-
duell anpassen. Wenn einer Benutzer sich an-
meldet, erinnert sich der Rechner an diese indi-
vidualisierten Einstellungen.
Je nachdem, wie Sie mit Effekten arbeiten,
benutzen Sie vielleicht gerne ein paar „All-
zweck-Presets“. Vielleicht sind Sie aber auch
eher jemand, der lieber schon vor einem Auftritt
Zeit investiert, um Presets für alles mögliche an-
zulegen.
Nachdem Sie alle Einstellungen in den Bereichen
Vocal FX und Guitar FX Ihren Vorstellungen an-
gepasst haben, sollten Sie diese Einstellungen
als Preset speichern, um sie später wieder auf-
rufen und verwenden zu können.
Presets speichern
Wenn Sie ein Preset geändert haben und die Än-
derungen speichern wollen, drücken Sie einfach
die STORE-Taste.
Wenn Sie die STORE-Taste das erste Mal drü-
cken, wird das Menü mit dem Presetnamen und
Grundlagen
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 20
Speicherort angezeigt. Hier können Sie den Na-
men des Presets ändern und es an einem ande-
ren Speicherort ablegen.
Drücken Sie die STORE-Taste erneut, um das
Preset mit dem gewählten Namen am gewählten
Speicherort abzulegen.
Presetnamen anzeigen
Um den Namen eines Presets zu ändern, drü-
cken Sie die Taste STORE einmal. Verwenden
Sie dann den linken blauen Softkey, um die
gewünschten Buchstaben/Ziffern auszuwählen.
Drücken Sie die STORE-Taste erneut, um den
Vorgang abzuschließen.
Ein Preset an einem anderen
Speicherplatz ablegen
Um das aktuelle Preset an einem anderen Spei-
cherort abzulegen, drücken Sie den rechten
blauen Softkey und verwenden Sie den Drehreg-
ler, um den Speicherort auszuwählen, an dem
Sie das Preset ablegen wollen. Drücken Sie die
STORE-Taste erneut, um den Vorgang abzu-
schließen.
Wenn Sie Ihre Meinung geändert haben und die
vorgenommenen Änderungen doch nicht spei-
chern wollen, drücken Sie einfach die BACK-Tas-
te.
Grundlagen
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 21
Softkeys
Softkeys
Das Play Electric verfügt über sechs so genannte
„Softkeys“ – drei auf jeder Seite der LC-Anzeige.
Jede dieser Tasten kann kontextspezifische
Funktionen annehmen. Das bedeutet: Wenn die-
se Taste mit einer Funktion belegt ist, leuchtet
darin eine weiße oder blaue Leuchtdiode.
Wenn keine Funktion verfügbar ist, ist die ent-
sprechende Taste nicht beleuchtet.
Wenn die weiße LED einer Taste leuchtet,
ist sie mit der Funktion belegt, die der auf-
gedruckte Text bezeichnet (beispielsweise
GENRE“).
Wenn die blaue LED einer Taste leuchtet, ist
sie der Funktion zugeordnet, die unmittelbar
daneben im LCD-Bildschirm angezeigt wird.
Nicht in jedem Menü werden alle sechs Tasten
verwendet.
Vocal FX-Taste
Drücken Sie die Vocal FX-Taste, um das Me
Vocal FX zu öffnen. Hier nehmen Sie alle Einstel-
lungen für die Vocal-Effekte vor. Diese Taste wird
in einem eigenen Kapitel beschrieben: Vocal
FX-Taste/-Bereich“.
Guitar FX-Taste
Drücken Sie die Guitar FX-Taste, um das Menü
Guitar FX zu öffnen. Hier nehmen Sie alle Ein-
stellungen für die Gitarreneffekte vor. Diese Tas-
te wird in einem eigenen Kapitel beschrieben:
Guitar FX-Taste/-Bereich“
Mix-Taste
Drücken Sie die Mix-Taste, um das Mix-Menü zu
öffnen, in dem Sie die Pegel der verschiedenen
Signale einstellen können. Diese Taste wird in
einem eigenen Kapitel beschrieben: „Mix-Tas-
te/-Bereich“
Favorite-Taste
Sie können ein Preset als „Favoriten“ markieren.
So können Sie zum Beispiel alle Presets, die Sie
bei einem Konzert verwenden wollen, markieren.
Während des Konzerts werden dann alle ande-
ren Presets ausgefiltert. Sie können also Favo-
riten verwenden, um eine Set-List zu erstellen
oder alle Presets, die Ihnen gefallen, zusammen-
zufassen – unabhängig von deren Genres.
Um das aktuelle Preset als Favoriten zu mar-
kieren, drücken Sie die FAVORITE-Taste. In
der rechten oberen Ecke des Displays wird
dann „FAV“ angezeigt.
Um das aktuelle Preset aus den Favoriten zu
entfernen, drücken Sie die FAVORITE-Taste
erneut.
Um nur Ihre bevorzugten Presets zu verwen-
den, drücken Sie die GENRE-Taste und wäh-
len Sie als Genre „Fav“ aus. Drücken Sie die
Back-Taste, um wieder zur Hauptansicht zu-
rückzukehren.
Wenn keine Presets als Favoriten markiert
wurden, gibt es auf der Genre-Seite auch kei-
ne entsprechende Kategorie.
Genre-Taste
Genres ermöglichen es Ihnen, Ihre Presets nach
Kategorien zu filtern – dies können musikalische
Stilen oder Effekttypen sein.
Grundlagen
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 22
Drücken Sie die Genre-Taste, um das Genre-Me-
nü zu öffnen.
Wenn Sie sich im GENRE-Menü befinden, kön-
nen Sie mit dem Drehregler durch die verfügba-
ren Optionen navigieren. Wählen Sie ein Genre
aus.
Um wieder zur Hauptanzeige zurückzukehren,
drücken Sie die Back-Taste. Dort werden dann
nur noch die Presets angezeigt, die zum vorher
ausgewählten Genre gehören.
Presets können zu mehreren Genres gehören.
Setup-Taste
Drücken Sie die Setup-Taste, um das Setup-Me-
nü öffnen. Hier stellen Sie grundlegenden Funkti-
onen des Gerätes ein. Diese Taste wird in einem
eigenen Kapitel beschrieben: „Setup-Taste/-Be-
reich“
Anschlussdiagramme
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 23
Anschlussdiagramme
Anschlussdiagramme
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 24
Die folgenden Anschlussbeispiele zeigen ver-
schiedene Möglichkeiten, Ihr Play Electric in Ihr
System zu integrieren. Grundlegende Informatio-
nen über Audio-Eingänge und -Ausgänge finden
Sie unter „Ein- und Ausgänge.
Anschluss an ein Mischpult
Hilfreiche Informationen zum Anschluss an ein
Mischpult oder eine PA finden Sie in dieser Folge
von Craig’s Corner:
youtube.com/watch?v=qq0AOtafIjs
Es ist sehr wichtig, dass Sie beim Anpassen der
Eingangsempfindlichkeit (Gain) sorgfältig vorge-
hen, damit Sie einen optimalen Rauschabstand
erhalten und es im Signalweg nicht zu Verzerrun-
gen kommt.
Rückseitige Ein- und Ausgänge des Play Electric
SWITCH-3
OUT THRU IN
GUITAR
MIC IN
OUTPUTS
RIGHT LEFT
AUX
Play Electric – Rückseite
Anschlussdiagramme
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 25
Vocals (Stereo oder
Mono) und Gitarre
Dieses Anschlussbeispiel zeigt ein Beispiel, das
sowohl für Mono- als auch Stereo-PAs verwen-
det werden kann.
Wenn Ihr Play Electric auf Stereo eingestellt ist,
müssen Sie an Ihrem Mischpult einen Kanal im
Stereopanorama ganz links und den anderen
ganz rechts platzieren (oder einen Stereo-Kanal
verwenden). Das gewünschte Mischungsverhält-
nis zwischen Gesang und Gitarre stellen Sie im
Play Electric selbst her.
Beim Mono-Betrieb können Sie die Signalpegel
für Vocals und Gitarre am PA-Mixer steuern. Im
Mono-Modus sollten Sie die Kanäle im Stereo-
panorama nicht links und rechts platzieren.
Es ist möglich, das Signal vom Aux-Eingang
nicht an die XLR-Ausgang zu leiten. Diese Ein-
stellung wird im Setup-Menü vorgenommen (Se-
tup – Aux In Type).
PLAY ELECTRIC
OUT THRU IN
GUITAR
MIC IN
OUTPUTS
RIGHT LEFT
AUX
Konfigurationsbeispiel: Vocals (Stereo oder Mono) und Gitarre
Anschlussdiagramme
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 26
Vocals (Mono) und
Gitarrenverstärker
Sie können diese Konfiguration verwenden,
wenn Sie das Signal von Ihrer Gitarre an einen
Verstärker leiten wollen, die Vocals aber an ein
Mischpult oder eine PA geleitet werden sollen.
PLAY ELECTRIC
OUT THRU IN
GUITAR
MIC IN
OUTPUTS
RIGHT LEFT
AUX
Konfigurationsbeispiel: Vocals (Mono) und Gitarrenverstärker
Anschlussdiagramme
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 27
Vocals (Mono) und Gitarre mit
einem TC-Helicon FX150
Bei dieser Konfiguration können Sie den FX150
als persönlichen Monitor an Ihrem Mikrofonstän-
der verwenden und gleichzeitig ein summiertes
Monosignal an das Saalmischpult übertragen.
Um den Sound noch besser zu kontrollieren,
können Sie einen Zuspieler an den Aux-Eingang
des FX150 anschließen (anstatt ihn an das Play
Electric anzuschließen. Sie können dann die Pe-
gel für Vocals, Gitarre und Aux-Signal unabhän-
gig voneinander steuern. Die Signale werden am
Ausgang des FX150 in Mono summiert.
Weitere Informationen zum FX150 finden Sie un-
ter
tc-helicon.com/products/voicesolo-fx150/
FX150
OUT THRU IN
GUITAR
MIC IN
OUTPUTS
RIGHT LEFT
AUX
Konfigurationsbeispiel: Vocals (Mono) und Gitarre mit einem TC-Helicon FX150
Anschlussdiagramme
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 28
Vocals (Mono) und Gitarre mit
einem TC-Helicon FX150 und
einem Gitarrenverstärker
Hier geben wir die Vocals über einen TC-Helicon
FX150 und das Gitarrensignal mit einem Verstär-
ker wieder.
FX150
OUT THRU IN
GUITAR
MIC IN
OUTPUTS
RIGHT LEFT
AUX
Konfigurationsbeispiel: Vocals (Mono) und Gitarre mit einem TC-He-
licon FX150 und einem Gitarrenverstärker
Anschlussdiagramme
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 29
Gitarre und Vocals über einen
FX150 und (in Stereo) an eine PA
Bei dieser Konfiguration verwenden wir den
Kopfhörerausgang des Play Electric, um die Si-
gnale Gitarre, Vocals und Aux an einen FX150
zu übertragen. Gleichzeitig wird der Stereo-Mix
von den Ausgängen des Play Electric über die
XLR-Ausgänge an die PA ausgegeben.
FX150
OUT THRU IN
GUITAR
MIC IN
OUTPUTS
RIGHT LEFT
AUX
Konfigurationsbeispiel: Gitarre und Vocals über einen FX150 und (in Stereo) an eine PA
Anschlussdiagramme
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 30
Stereo an eine PA und TC-Helicon
Guitar/Headphone Cable (nicht
im Lieferumfang enthalten)
Wenn Sie das (separat erhältliche) Guitar/Head-
phone Cable von TC-Helicon besitzen, können
Sie einen externen Monitormix am Aux-Eingang
des Play Electric zuspielen und diesen Mix dann
über das kombinierte Kabel an Kopfhörer oder
In-Ear-Monitoren zu übertragen.
PLAY ELECTRIC
OUT THRU IN
GUITAR
MIC IN
OUTPUTS
RIGHT LEFT
AUX
Konfigurationsbeispiel: Stereo an eine PA und TC-Helicon Guitar/Head-
phone Cable (nicht im Lieferumfang enthalten)
Setup-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 31
Setup-Taste/-Bereich
Setup-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 32
Input-Seite (1/8)
Parameter „Input“
Verwenden Sie den Parameter „Mic Type“, um
den verwendeten Mikrofontyp anzugeben.
Einstellung „Dynamic Mic“
Verwenden Sie die Einstellung „Dynamic Mic“ für
dynamische Mikrofone (zum Beispiel ein SM-58
oder ein OM5).
Einstellung „Condenser Mic“
Verwenden Sie die Einstellung „Condenser Mic“
für Kondensatormikrofone (zum Beispiel ein Beta
87a).
Einstellung „MP-75“ oder „e835fx“
Verwenden Sie die Einstellung „MP-75“ oder
„e835fx“, wenn Sie ein MP-75 oder ein e835fx
verwenden. Diese Mikrofone vergen über eine
integrierte Taste, mit der Sie verschiedene Funk-
tionen des Play Electric wie HIT oder den Looper
steuern können.
Wenn Sie „Mic Type“ auf „MP-75“ oder auf
„e835fx“ eingestellt haben, wird die Funktion Mic
Control standardmäßig der HIT-Funktion zuge-
ordnet. Das heißt: Durch Drücken der Taste am
Mikrofon können Sie die HIT-Funktion an- und
ausschalten.
Einstellung „USB
Ein digitales Audiosignal kann über den USB-
Bus an das Play Electric übertragen werden – so
können Sie eine Gesangspur von Ihrem Compu-
ter zum Gerät zu übertragen.
Wenn Sie eine unbearbeitete („trockene“) Ge-
sangsspur von Ihrem Computer zur Bearbeitung
übernehmen, platzieren Sie diese Spur in Ihrer
Audiosoftware im Stereopanorama ganz LINKS.
Wenn Sie eine Gitarrenspur aufgenommen ha-
ben, die die Erzeugung von Harmoniestimmen
steuern soll, platzieren Sie diese Spur in Ihrer Au-
diosoftware im Stereopanorama ganz RECHTS.
Parameter „RoomSense“
Mit diesem Parameter legen Sie die Arbeitsweise
der beiden in das Gerät integrierten RoomSen-
se-Mikrofone fest.
Einstellung „Ambient
Bei der Einstellung „Ambient“ verwendet Room-
Sense die im Gerät integrierten Mikrofone und
leitet das Signal an den Kopfhörerausgang durch.
Den RoomSense-Pegel stellen Sie im Bereich
MIX ein. Der Standardwert ist OFF.
Um Rückkopplungen zu vermeiden, wird das
RoomSense-Signal nur an den Kopfhöreraus-
gang und nicht an die XLR-Ausgänge durchge-
leitet.
Sie können den Raumklang („Ambience“) in Ih-
ren Kopfhörer-Monitormix übernehmen, damit
Sie neben dem direkten Signal von Ihrem Mikro-
fon auch den Raumklang hören.
Einstellung „Ambient/Auto
Bei der Einstellung „Ambient/Auto“ verwendet
RoomSense die im Gerät integrierten Mikrofone
und leitet das Signal an den Kopfhörerausgang
durch. Die integrierten RoomSense-Mikrofone
erfassen außerdem alle musikalischen Informa-
tionen (ein einzelnes Instrument oder auch Ihre
gesamte Band!), um für die Vocal-Effektblöcke
Harmony und HardTune die Tonart des gerade
gespielten Songs zu ermitteln.
Wenn Sie eine Gitarre angeschlossen haben, ist
die Gitarre die Hauptquelle für die Akkorderken-
nung. Wenn Sie aufhören, auf Ihrer Gitarre zu
spielen, versucht RoomSense die korrekte Ton-
art über die integrierten Mikrofone zu ermitteln.
Einstellung „Voice“
Bei der Einstellung „Voice“ werden die Room-
Sense-Mikrofone als Haupteingang für den
Vocal-Bereich verwendet. Diese Einstellung ist
nur beim Kopfhörerbetrieb verfügbar.
Parameter „Mic Control“
Mit dem Parameter „Mic Control“ legen Sie die
Funktion fest, die mit der Taste am Mikrofon ge-
steuert werden soll. Dieser Parameter kann nur
dann eingestellt werden, wenn Sie ein Mikrofon
des Typs MP-75 oder e835 fx verwenden. Wenn
Sie den Parameter „Mic Type“ auf einen anderen
Mikrofontyp eingestellt haben, wird dieser Para-
meter als „n/a“ (nicht verfügbar) angezeigt.
Einstellung „HIT“
Wenn Sie die Einstellung „HIT“ verwenden, kön-
nen Sie durch Drücken der Taste am Mikrofon
(bei jedem Preset, in dem HIT-Funktion verwen-
Setup-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 33
det wird) die HIT-Funktion aktivieren. Sie benö-
tigen hierfür ein Mikrofon, das die Funktion Mic
Control unterstützt.
Einstellung „Hit + Talk“
Wenn Sie die Einstellung „HIT + TALK“ verwen-
den, können Sie durch Drücken der Taste am
Mikrofon (bei jedem Preset, in dem HIT-Funktion
verwendet wird) die HIT-Funktion aktivieren. Sie
benötigen hierfür ein Mikrofon, das die Funktion
Mic Control unterstützt.
Wenn Sie die Taste am Mikrofon drücken und
halten, wird der Talk-Modus aktiviert, in dem alle
Effekte abgeschaltet sind. Um den Talk-Modus
wider zu beenden, drücken Sie die Mikrofontas-
te noch einmal.
Einstellung „Preset up“
Wenn Sie die Einstellung „Preset up“ verwenden,
können Sie durch Drücken der Taste am Mikro-
fon auf das nächste Preset umschalten. Sie be-
nötigen hierfür ein Mikrofon, das die Funktion
Mic Control unterstützt.
Einstellung „Loop
Wenn Sie die Einstellung „Loop“ verwenden,
können Sie durch Drücken der Taste am Mik-
rofon die Funktionen des Loopers (Aufnahme/
Wiedergabe/Overdub) aktivieren. Sie benötigen
hierfür ein Mikrofon, das die Funktion Mic Cont-
rol unterstützt.
Parameter „Tone Style“
Mit dem Parameter „Tone Style“ legen Sie die
gewünschte „Dosierung“ des adaptiven Equali-
zers, des Kompressors und des Gates fest.
Einstellung „Off
Es wird kein Tone Style angewendet.
Einstellung „Normal“
Es erfolgt eine leichte Signalbearbeitung mit
dem Equalizer im Bass-, Mitten- und Höhenbe-
reich, eine leichte Komprimierung der Signaldy-
namik und zurückhaltendes Gating. „Zurückhal-
tendes“ Gating bedeutet: Wenn der Signalpegel
am Eingang unter einen bestimmten Wert fällt,
wird die Eingangsverstärkung verringert, um das
Risiko von Rückkopplungen über das Mikrofon
zu vermeiden.
Einstellung „Less Bright
Die Einstellung „Less Bright“ entspricht der Ein-
stellung „Normal“, aber die Anhebung der Höhen
ist geringer.
Einstellung „NORM+WARMTH“
Die Einstellung „Norm + Warmth“ ähnelt der Ein-
stellung „Normal“, jedoch erfolgt eine leichte Be-
tonung der Mitten, um die Stimme etwas wärmer
klingen zu lassen.
Einstellung „More Comp“
Die Einstellung „More Comp“ verwendet diesel-
ben Equalizer- und Gating-Einstellungen wie die
Einstellung „Normal“, aber die Kompression fällt
aggressiver aus. Diese Einstellung eignet sich
dann, wenn Ihre Stimme einen großen Dynami-
kumfang hat (es also große Unterschiede zwi-
schen leisen und lauten Passagen gibt) und Sie
den Signalpegel in den Griff bekommen wollen.
Einstellung „Norm No Gate“
Die Einstellung „Norm No Gate“ entspricht der
Einstellung „Normal“, jedoch ist hier die Ga-
te-Funktion abgeschaltet.
Einstellung „Less Bright NG“
Die Einstellung „Less Bright NG“ entspricht der
Einstellung „Less Bright, jedoch ist das im To-
ne-Effektblock integrierte Noisegate abgeschal-
tet (NG = „No Gate“).
Einstellung „Warmth NG“
Die Einstellung „Warmth NG“ entspricht der Ein-
stellung „Norm + Warmth“, jedoch ist hier die
Gate-Funktion abgeschaltet.
Einstellung „More Comp NG“
Die Einstellung „More Comp NG“ entspricht der
Einstellung „More Comp“, jedoch ist hier die Ga-
te-Funktion abgeschaltet.
Tonhöhenkorrektur
Parameter „Pitch Cor Amt“
Verwenden Sie den Parameter Pitch Cor Amt,
um die Intensität der automatischen Tonhöhen-
korrektur einzustellen, welche das Electric auf
das Signal am Mikrofoneingang anwenden soll.
Um ein natürlich klingendes Ergebnis zu erzielen,
ist 50 % (oder weniger) ein guter Ausgangswert.
Wenn es Ihnen schwer fällt, die richtigen Tonhö-
Setup-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 34
hen zu singen, oder wenn Sie den charakteris-
tisch-künstlichen „AutoTune-“Sound wünschen,
experimentieren Sie mit höheren Werten (bis zu
100 %), oder verwenden Sie stattdessen den
HardTune-Effektblock.
Die Einstellung für den Parameter „Pitch Cor
Amt“ wird vorübergehend außer Kraft gesetzt,
wenn der HardTune-Effektblock aktiv ist.
Tonhöhenkorrektur und (wahrgenommene)
Phasenverschiebung
Wenn Sie bislang noch nicht mit autochromati-
scher Tonhöhenkorrektur gearbeitet haben, wer-
den Sie möglicherweise den Eindruck haben,
dass bei aktivierter Korrekturfunktion Ihre Stim-
me „verdoppelt“ klingt. Der Grund dafür ist, dass
Sie gleichzeitig Ihre eigene Stimme (durch Kno-
chenschalleitung in Ihrem Kopf) und das tonhö-
henkorrigierte Signal aus dem Play Electric-
ren. Die unvermeidlichen Tonhöhenunterschiede
zwischen beiden Signalen werden vom Gehirn
als Verdoppelung wahrgenommen. Das Ganze
ist völlig normal – aber zugegebenermaßen ein
bisschen gewöhnungsbedürftig. Ihr Publikum
wird diese „Verdoppelung“ nicht hören.
In diesem „Craigs Corner-Video erfahren Sie
mehr über solche Phasen-Effekte durch Tonhö-
henkorrektur:
youtube.com/watch?v=KWrEIuiDXsA
Setup-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 35
Output-Seite (2/8)
Parameter „Output“
Mit dem Parameter „Output“ legen Sie fest, wel-
che Signale über die XLR-Ausgänge des Play
Electric ausgegeben werden sollen.
Einstellung „Stereo“
Wenn die Buchse GUITAR OUT mit keinem an-
deren Gerät verbunden ist, werden Vocal- und
Gitarrensignale in Stereo über diese Ausgänge
ausgegeben. Wenn die Buchse GUITAR OUT mit
einem anderen Gerät verbunden ist, werden nur
die Vocal-Signale (Hauptstimme und Effekte) in
Stereo ausgegeben.
Einstellung „Mono
Bei der Einstellung „Mono“ werden die Vocal-Si-
gnale in Mono über die LINKE XLR-Buchse aus-
gegeben.
Wenn die Buchse GUITAR OUT mit einem an-
deren Gerät verbunden ist, wird das lediglich
mit dem Tone-Modul und der globalen Tonhö-
henkorrektur bearbeitete, ansonsten „trockene
Vocal-Signal über die LINKE XLR-Buchse aus-
gegeben. Das mit Effekten bearbeitete Vocal-Si-
gnal wird (ohne den „trockenen“ Signalanteil)
über die rechte XLR-Buchse ausgegeben.
Dieser Modus ist ideal, wenn Sie die Pegel von
trockenem und bearbeitetem Signal am Misch-
pult steuern (lassen) wollen.
Wenn die Buchse GUITAR OUT nicht mit einem
anderen Gerät verbunden ist, wird das mit Effek-
ten bearbeitete Gitarrensignal ebenfalls über die
LINKE XLR-Buchse ausgegeben.
Einstellung „Dual Mono
Wenn die Buchse GUITAR OUT mit einem an-
deren Gerät verbunden ist, wird das mit Effek-
ten bearbeitete Vocal-Signal über die LINKE
XLR-Buchse ausgegeben. Das mit Effekten be-
arbeitete Gitarrensignal wird über die Buchse
GUITAR OUT ausgegeben. An der RECHTEN
XLR-Buchse wird das Gitarrensignal stummge-
schaltet.
Wenn die Buchse GUITAR OUT NICHT mit ei-
nem anderen Gerät verbunden ist, wird das mit
Effekten bearbeitete Vocal-Signal über die LIN-
KE XLR-Buchse ausgegeben. Das mit Effekten
bearbeitete Gitarrensignal wird über die RECHTE
XLR-Buchse ausgegeben.
Funktion „Vocal Cancel“
Die Funktion Vocal Cancel versucht, die Ge-
sangsstimme(n) aus einem Musikstück zu ent-
fernen.
Einstellung „Off
Bei der Einstellung „Off“ wird das am Aux-Ein-
gang anliegende Signal nicht bearbeitet.
Einstellung „On“
Bei der Einstellung „On“ versucht das Play Elec-
tric, die Hauptgesangsstimme aus dem am
Aux-Eingang anliegenden Signal zu entfernen.
Wenn das Entfernen der Hauptstimme erfolg-
reich ist, erhalten Sie eine „Karaoke“-artige Be-
gleitung, zu der Sie singen können. Gleichzeitig
wird aus dem Signal am Aux-Eingang für die Er-
zeugung von Harmoniestimmen – soweit mög-
lich – dessen Tonart ermittelt.
Die Qualität des resultierenden Signals kann
sehr stark variieren – vor allem der Mix des ver-
wendeten Musikstückes spielt hier eine große
Rolle.
Parameter „Lead Mute“
Mit dem Parameter „Lead Mute“ können Sie die
Durchleitung der (unbearbeiteten) Hauptstimme
an die Ausgängen unterbinden, sodass nur noch
die bearbeiteten Audiosignale zu hören sind.
Einstellung „Off
Die Hauptstimme geht in den Gesamtmix ein.
Einstellung „On“
Die Hauptstimme wird aus dem Gesamtmix ent-
fernt.
Parameter „Out Level“
Verwenden Sie den Parameter „Out Level“, um
den Ausgangspegel zwischen Mikrofon- und
Linepegel umzuschalten. In der Regel sollten Sie
mit der Einstellung „Mic“ gute Ergebnisse erzie-
len. Aber wenn das am Mischpult ankommende
Signal auch dann nicht laut genug ist, wenn Sie
Setup-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 36
die Parameter „Mic Input“ und „Mix Out“ kor-
rekt eingestellt haben, stellen Sie „Out Level“ auf
„Line“ um.
Parameter „USB Out Level“
Verwenden Sie den Parameter „USB Out Level“,
um den Gesamtpegel des Signals einzustellen,
den das Play Electric über USB ausgibt. Verwen-
den Sie diesen Parameter, um das an Ihre Audio-
software durchgeleitete Signal abzuschwächen,
falls es zu laut ist.
Setup-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 37
Guitar-Seite (3/8)
Parameter „Guitar“
Verwenden Sie den Parameter „Guitar, um den
Eingangspegel für die Gitarre einzustellen. Stel-
len Sie den Pegel, so ein, dass wenn Sie auf Ihrer
Gitarre spielen und NICHT singen, die LED grün
und gelb, aber nicht rot leuchtet.
Parameter „Speaker Sim
Verwenden Sie den Parameter „Speaker Sim“,
um die integrierte Lautsprechersimulation des
Play Electric an- oder auszuschalten. Wenn Sie
die XLR-Buchsen des Play Electric mit der PA
oder mit einem FRFR-Lautsprecher („Full range
/ Flat response“) verbinden, sollten Sie diesen
Parameter auf „On“ stellen. Wenn Sie das Play
Electric direkt an einen normalen Gitarrenver-
stärker anschließen, stellen Sie ihn auf „Off.
Parameter „Guitar Gate“
Verwenden Sie den Parameter „Guitar Gate“, um
den Schwellwert (Threshold) für das Gate im Gi-
tarren-Signalweg einzustellen.
Von jeder Gitarre werden – neben dem „Nutz-
signal“ – auch mehr oder weniger deutlich hör-
bare Störgeräusche übertragen. Es kann daher
sinnvoll sein, das Signal mit Hilfe eines Gates
stummzuschalten, wenn der Pegel sehr niedrig
ist.
Wir haben diesen Schwellwert auf einen sehr
niedrigen Wert voreingestellt, aber Sie können
ihn erhöhen, um ihn den Gegebenheiten und Ih-
ren Vorlieben anzupassen. Eine höhere Schwell-
wert ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn Sie
abgestoppte Akkorde mit Pausen dazwischen
spielen.
Parameter „Global Guitar FX
Verwenden Sie den Parameter „Global Guitar
FX“, um den zu diesem Zeitpunkt gewählten Gi-
tarrensound zu „fixieren“, sodass er sich auch
beim Wechsel zu einem anderen Preset nicht
ändert. Das ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn
Sie ein akustisches Set spielen und den ganzen
Abend lang nur mit einem einzigen Gitarren-
sound arbeiten wollen.
Hier ist ein Tipp: Wenn den Gitarrensound von
einem Preset auf ein anderes kopieren wollen,
können Sie dazu den Parameter „Global Guitar
FX“ verwenden. Gehen Sie so vor:
Rufen Sie das Preset auf, dessen Gitarren-Ef-
fekteinstellungen Sie kopieren wollen.
Stellen Sie den Parameter „Global Guitar FX“
aufOn“.
Wechseln Sie zu dem Preset, in das Sie die
Gitarren-Effekteinstellungen kopieren wollen.
Drücken Sie zweimal die Store-Taste.
Stellen Sie den Parameter „Global Guitar FX“
aufOff“.
Setup-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 38
System-Seite (4/8)
Parameter „LCD Contrast“
Mit dem Parameter „LCD Contrast“ stellen Sie
den Kontrast des LCD-Bildschirms ein. Je nach-
dem, wie die Lichtsituation in Ihrem Proberaum
oder auf der Bühne ist, kann dieselbe Einstellung
zu verschiedenen Ergebnissen führen.
Parameter „UP/DN Function
Mit dem Parameter „UP/DN Function“ geben
Sie an, welche Funktion ausgeführt werden soll,
wenn Sie den Aufwärtspfeil-Fußtaster und den
Abwärtspfeil-Fußtaster gleichzeitig drücken.
Wenn Sie einen TC-Helicon Switch-3 an die PE-
DAL-Buchse des Play Electric angeschlossen
haben, wird die Standardeinstellung für den Pa-
rameter „UP/DN Function“ von „Looping“ auf
„Set Key“ geändert.
Einstellung „Looping“
Wenn Sie die Einstellung „Looping“ wählen,
schaltet das Gerät in den Loop-Modus, wenn Sie
den Aufwärtspfeil-Fußtaster und den Abwärts-
pfeil-Fußtaster gleichzeitig drücken. Sie können
dann die Aufnahme und Wiedergabe von Loops
steuern.
Einstellung „Set Key“
Wenn Sie die Einstellung „Set Key“ wählen,
schaltet das Gerät in den Set Key/Scale-Modus,
wenn Sie den Aufwärtspfeil-Fußtaster und den
Abwärtspfeil-Fußtaster gleichzeitig drücken. Sie
können dann den Grundton und die Tonleiter für
die Harmoniestimmenerzeugung und den Hard-
Tune-Effektblock vorgeben.
Parameter „Lead Delay“
Mit dem Parameter „Lead Delay“ können Sie das
eingehende Audiosignal (die Stimme) leicht ver-
zögern. Auf diese Weise wird die (geringe) Ver-
gerung ausgeglichen, die im Gerät selbst durch
die Signalbearbeitung entsteht.
Diese Verzögerung des Signals sorgt dafür, dass
die am Ausgang zu hörenden Stimmen (auch die
Harmoniestimmen) absolut synchron zur Haupt-
stimme einsetzen.
Einstellung „None“
Es erfolgt keine Kompensation der Verzögerung.
Einstellung „Voice Sync“
Die Hauptstimme wird um die Zeit verzögert, die
der maximal möglichen Verzögerung entspricht,
die im Gerät beim gleichzeitigen Verwenden aller
Effekte entsteht.
Einstellung „Auto“
Die Hauptstimme wird um die Zeit verzögert, die
der Verzögerung entspricht, die im Gerät durch
die gerade aktiven Effekte entsteht. Wenn mehr
Effektblöcke verwendet werden, wird die Haupt-
stimme zum Ausgleich der zunehmenden Latenz
stärker verzögert.
Parameter „Tune Reference
Mit dem Parameter „Tuner Reference“ können
Sie die Referenz-Frequenz für den integrierten
Tuner und die tonhöhenbasierten Effekte Harm-
ony und HardTune einstellen. Der Ausgangswert
ist 440 Hz, er kann in 0,5 Hz-Schritten geändert
werden.
Parameter „Aux In Type
Durch die korrekte Einstellung des Parameters
Aux In Type“ sorgen Sie für eine noch genauere
Erzeugung von Harmoniestimmen.
Einstellung „Live
Verwenden Sie die Einstellung „Live“, wenn Sie
live spielen oder eine vorher mit Ihrem Computer
aufgenommene Gesangsspur bearbeiten. Dabei
wird das am Aux-Eingang anliegende Audiosig-
nal zur Steuerung verwendet.
Einstellung „Tracks“
Verwenden Sie die Einstellung „Tracks“, wenn
Sie zu vorher aufgenommener Musik (beispiels-
weise von einem MP3-Player) singen.
Einstellung „Monitor“
Verwenden Sie die Einstellung „Monitor“, um
das an der Aux-Buchse eingehende Signal aus
dem Signal für die Hauptausgänge zu entfernen.
Dies ermöglicht es Ihnen, das am Aux-Eingang
anliegende Audiosignal in Ihrem Kopfhörer zu
hören, ohne dass es an die PA übertragen (und
damit für das Publikum hörbar) wird. Dies ist
eine hervorragende Lösung für kostengünstiges
In-Ear-Monitoring.
Setup-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 39
Das Guitar & Headphone Cable von TC-Heli-
con ermöglicht es Ihnen, die Gitarren- und Kopf-
hörersignale über ein einziges Kabel zu übertra-
gen. Weitere Informationen finden Sie unter
tc-helicon.com/products /
guitar-headphone-cable/
Setup-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 40
System-Seite 2 (5/8)
Parameter „Global Key“
Mit dem Parameter „Global Key“ legen Sie fest,
ob die Tonart für die Effektblöcke Harmoniestim-
menerzeugung und Tonhöhenkorrektur global
oder pro Preset gelten soll.
Einstellung „Off
Wenn Sie die Einstellung „Off“ wählen, können
Sie die Tonart individuell für jedes Preset fest-
legen – entweder durch direkte Vorgabe (C, D,
F# usw.) oder per NaturalPlay (durch Analyse
des Signals an der Buchse GUITAR IN, mit den
RoomSense-Mikrofonen oder aus dem Signal
am AUX-Eingang).
Einstellung „On“
Wenn Sie die Einstellung „On“ wählen und in
einem Preset eine Tonart wählen, bleibt die ge-
wählte Tonart-Einstellung auch bei einem Pre-
setwechsel erhalten.
Parameter „Global Tempo
Mit dem Parameter „Global Key“ legen Sie fest,
ob die tempobasierten Effekte einem global gel-
tenden Tempo folgen sollen oder ob das Tempo
pro Preset gelten soll.
Einstellung „Off
Wenn Sie die Einstellung „Off“ wählen, wird bei
einem Presetwechsel das im Preset gespeicher-
te Tempo verwendet.
Einstellung „On“
Wenn Sie die Einstellung „On“ wählen und in ei-
nem Preset ein Tempo vorgeben, bleibt dieses
Tempo bei einem Presetwechsel erhalten.
Parameter „RoomSense LoCut“
Mit dem Parameter „RoomSense LoCut“ können
Sie unerwünschte Frequenzen absenken.
In einigen Fällen können tiefe Frequenzen – bei-
spielsweise von einem Bass oder einer Bassdrum
– den Klang „vermatschen“, den die RoomSen-
se-Mikrofone aufnehmen. Der eingebaute Hoch-
passfilter ermöglicht es, dieses unerwünschten,
„rumpelnden“ Frequenzen zu vermindern.
Parameter „Mic Boost“
Wenn Sie nicht sehr laut singen, können Sie den
Parameter „Mic Boost“ verwenden, um die Mik-
rofonverstärkung zu erhöhen.
Einige Künstler singen leiser als andere. In die-
sem Fall muss die Mikrofonverstärkung deutlich
angehoben werden. Die Funktion „Mic Boost
gleicht dies aus. Sie ermöglicht gegebenenfalls
eine Anhebung des Signals um +6 dB („Low“)
oder +12 dB („High“). Der Standardwert ist +6
dB („Low“).
Loop-Seite (6/8)
Parameter „Input“
Verwenden Sie den Parameter „Input“, um die
Eingangsquelle(n) für Loop-Aufnahmen festzule-
gen. Die vergbaren Einstellungen sind:
Guitar (Gitarrensignal)
Lead (Hauptstimme)
Aux (Signal vom Aux-Eingang)
Lead + Guitar
Lead + Aux
Guitar + Aux
All: Verwenden Sie die Einstellung „All“, wenn
alles, was Sie hören, als Bestandteil der Loop
aufgezeichnet werden soll.
Parameter „Undo
Mit dem Parameter „Undo“ können Sie die
Undo-Funktion (mit der Aufnahmedurchgänge
rückgängig gemacht werden können) an- oder
abschalten.
Einstellung „On“
Die Undo-Funktion ist aktiv und kann verwendet
werden, um die jeweils letzte Änderung an der
laufenden Loop rückgängig zu machen. Norma-
lerweise werden Sie die Undo-Funktion verwen-
den, wenn Sie einer Loop eine weitere Spur zu-
gefügt haben, mit dem Ergebnis nicht zufrieden
sind und es noch einmal versuchen wollen. Sie
können die Undo-Funktion auch ein zweites Mal
verwenden, um die letzte Undo-Funktion zurück-
zunehmen („Redo“). Damit wird der vorher per
Undo gelöschte Aufnahmedurchgang (Overdub)
wiederhergestellt.
Setup-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 41
In diesem Modus beträgt die gesamte verfügba-
re Loop-Zeit 15 Sekunden.
Einstellung „Off
Wählen Sie die Einstellung „off, um die Un-
do-Funktion abzuschalten. Es steht damit mehr
Speicher für weitere Loop-Durchgänge zur Ver-
fügung.
Die Loop-Zeit verdoppelt sich bei abgeschalteter
Undo-Funktion auf 30 Sekunden.
Parameter „Loop Feedback
Mit dem Parameter „Loop Feedback“ legen Sie
den Pegelabgleich für Loopaufnahmen fest.
Wenn Sie Loops aufnehmen und mehrere Auf-
nahmedurchgänge durchführen, bleibt das Si-
gnal vom ersten Aufnahmedurchgang erhalten;
der nächste Durchgang wird hinzugefügt usw.
Wenn alle diese Aufnahmedurchgänge mit vol-
lem Pegel (100 %) erhalten blieben, dann wür-
de die Loop jedes Mal lauter werden, bis es am
Ausgang zu Verzerrungen kommt. Der Parame-
ter „Loop Feedback“ soll genau diese ungewollte
Pegelerhöhung vermeiden.
Wenn Sie eine vorhandene Loop durch einen
neuen Aufnahmedurchgang ergänzen, wird die-
ser mit voller Lautstärke (100 %) aufgenommen,
aber die bereits vorhandene Aufnahme wird auf
der Grundlage der „Loop Feedback“-Einstellung
hinzugemischt.
Die Berechnung funktioniert wie folgt:
Eingangssignal + (Loop * Einstellung für „Loop
Feedback“) = Loop-Ausgangssignal
Beispiel: Eingang + (vorhandene Loop * 90 %) =
Ausgangssignal
(Oh nein! Mathe!)
Die meisten Anwender kommen mit der Stan-
dard-Einstellung von 98 % zu guten Ergebnissen
– aber möglicherweise finden Sie für sich selbst
eine bessere Einstellung.
Setup-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 42
Switch-3-Seite (7/8)
Parameter „Control
Switch-3 ist eine als separates Zubehör erhält-
liche, hochwertige Fernbedienung, die Sie mit
Ihrem TC-Helicon-Produkt verwenden können.
Verwenden Sie den Parameter „Control“, um
festzulegen, welche Funktionen der angeschlos-
senen Switch-3 steuern soll.
Einstellung „Loop Mode“
Bei der Einstellung „Loop Mode“ steuern die drei
Fußtaster des Switch-3 die Loop-Funktionen:
Fußtaster 1 aktiviert die Funktionen Aufnahme
/ Wiedergabe / Overdub.
Fußtaster 2 beendet die Aufnahme bezie-
hungsweise Wiedergabe. Drücken und halten
Sie Fußtaster 2, um die aufgenommene Loop
zu löschen.
Fußtaster 3 steuert die Undo-Funktion, mit der
Sie den jeweils letzten Aufnahmedurchgang
(Overdub) rückngig machen können.
EinstellungCustom“
Verwenden Sie die Einstellung „Custom“, wenn
Sie den drei Fußtastern des Switch-3 Funktionen
aus einer Liste zuordnen wollen.
Drücken Sie dazu einfach einen der Softkeys
rechts neben den Anzeigen „Switch 1, „Switch
2“ und „Switch 3“ und verwenden Sie den Dreh-
regler, um die Funktion auszuwählen, die der ge-
wählte Fußtaster steuern soll.
Die verfügbaren Einstellungen sind:
Loop Rec/Play (Loop aufnehmen/
wiedergeben)
Loop Stop/Clear (Loop beenden/löschen)
Loop Undo (letzten Loop-
Aufnahmedurchgang rückgängig machen)
Loop Start/Stop
1 Btn Looper
Tap Tempo
Set Key (Tonart festlegen)
Preset down (vorheriges Preset aufrufen)
Preset Up (nächstes Preset aufrufen)
Hit (Hit-Funktion aktivieren)
Harmony
Harm Moment
Doubling
Delay
Delay Moment
Reverb
HardTune
Transducer
µMod
Gtr Amp
Gtr Boost
Gtr Compressor
Gtr μMod
Gtr Delay
Gtr Reverb
Einstellungen „Harm Moment
und „Delay Moment“
Wenn Sie die Einstellung „Custom“ gewählt ha-
ben, arbeiten zwei Einstellungen etwas anders
als die anderen: „Harm Moment“ und „Delay
Moment“.
Wenn Sie einem Fußtaster die Funktion „Harm
Moment“ oder „Delay Moment“ zuordnen, ist der
entsprechende Effekt (Harmoniestimmen oder
Verzögerung) nur so lange aktiv, wie Sie den
Fußtaster gedrückt halten. Die ermöglicht eine
genauere Kontrolle über diese Effekte.
Einstellung „1 Btn Looper“
Wenn Sie einem Fußtaster die Funktion „1 Btn
Looper“ zuweisen, können Sie mit diesem ei-
nen Taster auf bequeme Weise alle relevan-
ten Loop-Funktionen steuern. Dies ermöglicht
es Ihnen, die beiden verbleibenden Taster des
Switch-3 anderen Funktionen zuzuweisen (bei-
spielsweise Hit-Funktion oder Presetwechsel).
Wenn sich noch keine Loop im Speicher befin-
det und Sie den Fußtaster einmal kurz antip-
pen, starten Sie die Aufnahme.
Durch erneutes Antippen des Fußtasters
wechseln Sie in den Loop-Wiedergabemodus
und haben damit gleichzeitig auch die Länge
der Loop definiert.
Wenn Sie den Fußtaster erneut antippen, kön-
nen Sie weitere Aufnahmedurchgänge (Over-
dubs) durchführen.
Um den letzten Loopaufnahme-Durchgang
(Overdub) rückngig zu machen, drücken
und halten Sie den Fußtaster.
Um den zuletzt mit der Undo-Funktion ge-
löschten Aufnahmedurchgang wiederherzu-
stellen (Redo-Funktion), drücken und halten
Sie den Fußtaster noch einmal.
Um die Wiedergabe zu beenden, tippen Sie
den Fußtaster zweimal kurz hintereinander an.
Bitte beachten Sie, dass beim Anhalten ein
kurzes Audiosegment aufgenommen wird.
Setup-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 43
Um die Wiedergabe der Loop erneut zu star-
ten, tippen Sie den Fußtaster kurz an. Um die
Loop vollständig zu löschen (Erase-Funktion),
drücken und halten Sie den Fußtaster.
Ein Tipp: Wenn Sie das Play Electric nicht auf
dem Boden, sondern auf einem Ständer platziert
haben, können Sie mit einem Switch-3 die Funk-
tionen der drei eingebauten Fußtaster nachbil-
den, indem Sie ihm die Funktionen „Preset DN“,
„Preset UP“ und „HIT“ zuweisen.
Setup-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 44
Product-Info-Seite (8/8)
Die Seite Product Info enthält Informationen über
die installierte Firmware-Version,
die Seriennummer und
das Herstellungsdatum für Ihr Gerät.
Wenn Sie Kontakt zum Support aufnehmen, hal-
ten Sie diese Informationen bitte bereit. Siehe
hierzu auch den Abschnitt „Support-Informati-
onen“.
Vocal FX-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 45
Vocal FX-Taste/-Bereich
Vocal FX-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 46
Drücken Sie die VOCAL FX-Taste, um das Vocal
Effects-Menü zu öffnen. Es umfasst sieben Sei-
ten. Jede Seite umfasst die Parameter, die den
entsprechenden Vocal-Effektblock steuern.
Auf allen Effekt-Seiten gibt es einen Parameter:
Parameter „Control
Verwenden Sie den Parameter „Control“, um ei-
nen Effektblock ein- oder auszuschalten.
Einstellung „Off
Der Effektblock ist nicht aktiv ist, es erfolgt keine
Bearbeitung des Signals.
Einstellung „On“
Der Effektblock ist aktiv und das Signal wird ent-
sprechend dem gewählten Style bearbeitet.
Einstellung „HIT“
Der Effektblock wird der HIT-Taste/-Funktion des
Play Electric zugeordnet. Wenn Sie den HIT-F-
taster drücken und dieser aufleuchtet, wird der
Effektblock aktiviert. Wenn Sie ein Mikrofon
verwenden, das die Funktion Mic Control unter-
stützt, können Sie es ebenfalls zum Aktivieren
des Effekts verwenden.
Das Einrichten der Funktion Mic Control wird im
Abschnitt „Setup“ dieser Anleitung erläutert.
Vocal FX-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 47
Harmony-Seite (1/7)
Verwenden Sie den Harmony-Effektblock, um
Harmoniestimmen zu erzeugen, die Ihre Haupt-
stimme begleiten. Es können eine oder zwei be-
gleitende Stimmen erzeugt werden.
Parameter „Style
Mit dem Parameter „Style“ legen Sie die Anzahl
der Harmoniestimmen und deren Verhältnis (In-
tervall) zur begleiteten Hauptstimme fest.
Sie können die folgenden Stile verwenden:
High
Higher
Low
Lower
Octave Up
Octave Down
High & Low
High & Higher
High & Lower
Higher & Lower
Higher & Low
Lower & Low
Oct Down & Up
Oct Down & Higher
Oct Down & High
Oct Down & Low
Oct Down & Lower
Oct Up & Higher
Oct Up & High
Oct Up & Low
Oct Up & Lower
+7 Semitones
-5 Semitones
+7 & -5 Semitones
+12 & +7 Semitones
+12 & -5 Semitones
-12 & +7 Semitones
-12 & -5 Semitones
Parameter „Level“
Mit dem Parameter „Level“ stellen Sie den Ge-
samtpegel für den Harmoniestimmen-Effekt-
block ein.
Drücken Sie den rechten oberen Softkey neben
dem Display, um diesen Parameter auszuwäh-
len. Verwenden Sie den Drehregler, um den Pe-
gel anzupassen.
Der Maximalpegel für den Effekt beträgt 0 dB.
Parameter „Key“
Die wichtigste Einstellung für die Erzeugung von
Harmoniestimmen, die zu einem Song passen,
ist die Tonart (Key). Wenn Sie die richtige Ein-
stellung wählen, wird das Ergebnis hervorragend
klingen. Wenn nicht … dann eher nicht.
Einstellung „Auto“
Wenn Sie die Einstellung „Auto“ wählen, werden
zur Ermittlung der Tonart die Signale an den fol-
genden Eingängen analysiert:
Gitarreneingang (Buchse GUITAR IN)
Aux-Eingang (Buchse AUX)
RoomSense-Mikrofone
– und zwar in genau dieser Reihenfolge.
Die Eingänge werden in der hier angegeben Rei-
henfolge geprüft und berücksichtigt. Wenn Sie
zum Beispiel eine Gitarre an die Buchse GUITAR
IN angeschlossen haben und gleichzeitig einen
Song auf einem Audioplayer laufen lassen, der
an die AUX-Buchse angeschlossen ist, dann
wird die Tonart aus dem Gitarrensignal ermit-
telt, da diese Buchse höhere Priorität hat. Wenn
kein Gitarrensignal mehr eingeht, das Signal am
Aux-Eingang aber weiter zur Verfügung steht,
wird dieses Signal auf Akkorde analysiert.
Einstellung „Key
Wenn Sie die Einstellung „Key“ verwenden, kön-
nen Sie eine der zwölf Tonarten (C bis h) der
westlichen Musik auswählen.
Vocal FX-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 48
Erweiterte Harmony-Seite
Um die Seite mit den erweiterten Harmony-Funk-
tionen zu öffnen (Harmony Advanced), drücken
und halten Sie einen beliebigen der blau leucht-
enden Softkeys. Um die Seite mit den erweiter-
ten Funktionen wieder zu verlassen, drücken Sie
die Taste BACK.
Parameter „Scale
Wenn Sie mit dem Parameter „Key“ den Grund-
ton für die Tonart manuell vorgegeben (also nicht
die Einstellung „Auto“ gewählt haben), können
Sie mit dem erweiterten Menü die Tonleiter fest-
legen, die (zusammen mit dem Grundton) die
Tonhöhen der begleitenden Harmoniestimmen
definieren.
Wählen Sie zwischen den folgenden Einstellun-
gen:
Major 1
Major 2
Major 3
Minor 1
Minor 2
Minor 3
Weitere Informationen finden Sie unter „TC-Heli-
con Referenztabelle Tonleitern“. Sie finden diese
Tabelle auch auf der TC-Helicon-Website:
support.tc-helicon.com/entries /
21051886-scale-chart-for-TC-helicon-products/
Parameter „Portamento“
Verwenden Sie den Parameter „Portamento“,
um bei den Harmoniestimmen einen gleitenden
Übergang zwischen den Tonhöhen zweier Noten
zu erzielen. Je mehr Portamento Sie verwenden,
desto „weicher“ ist der Übergang zwischen zwei
Tonhöhen.
Bei der Einstellung „0“ ist das Portamento
ausgeschaltet, es erfolgt ein unmittelbarer
Wechsel zur neuen Tonhöhe.
100 ist die maximale Einstellung.
Wenn Sie die Parameter „Humanize“ und „Por-
tamento“ auf sehr hohe Werte einstellen, wer-
den die erzeugten Harmoniestimmen so klingen,
als ob Sie (und Ihr Chor) getrunken hätten – und
zwar eine Menge. Normalweise sollten Sie also
eher niedrige Einstellungen verwenden.
Parameter „Humanize“
Verwenden Sie den Parameter „Humanize“, um
die Harmoniestimmen natürlicher klingen zu las-
sen. Hierzu werden Timing und Tonhöhe der er-
zeugten Stimmen leicht variiert.
Grundsätzlich geht es hier darum, die erzeugten
Harmoniestimmen weniger perfekt klingen zu
lassen. Es sind eben genau diese kleinen Fehler,
die Stimmen „realistischer“ klingen lassen.
Bei der Einstellung „0“ ist die Humanizati-
on-Funktion ausgeschaltet.
100 ist die maximale Einstellung.
Vocal FX-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 49
Double-Seite (2/7)
Der Double-Effektblock erzeugt den Eindruck,
dass statt einer mehrere Stimmen dieselben No-
ten (unisono) singen. Kleine Abweichungen bei
Timing und Tonhöhe sorgen für ein realistisches
Ergebnis. Der Doubling-Effekt wird gelegentlich
auch als „Thickening“ oder „Double Tracking“
bezeichnet. Der Begriff „Double Tracking“ be-
zeichnet eine beliebte Aufnahmetechnik, bei
dem im Tonstudio ein Sänger einen Part mehr-
fach singt und diese Aufnahmen („Tracks“) dann
gleichzeitig wiedergegeben werden, um ein vol-
leres Klangbild zu erhalten.
Parameter „Style
Mit dem Parameter „Style“ legen Sie die Zahl der
Doubling-Stimmen und deren Timing fest.
Sie können die folgenden Stile verwenden:
1 Voice Tight*
1 Voice Loose*
2 Voices Tight*
2 Voices Loose*
Shout
1 Voice Oct Up
1 Voice Oct Down
2 Voices Oct Up
2 Voices Oct Down
Oct Up & Oct Down
* Die Angaben „Tight“ (akkurat) und „Loose“
(schleppend) beziehen sich auf das Timing
der Stimmen, die der Doubling-Effektblock er-
zeugt. Die ”Loose“-Varianten wirken „größer“
und sind für den Hörer deutlicher wahrzuneh-
men.
Parameter „Level“
Mit dem Parameter „Level“ stellen Sie den Ge-
samtpegel für den Doubling-Effektblock ein.
Drücken Sie den rechten oberen Soft Key neben
dem Display, um diesen Parameter auszuwäh-
len. Verwenden Sie dann den schwarzen Steuer-
regler, um den Pegel anzupassen. Der Maximal-
pegel für den Effekt beträgt 0 dB.
Vocal FX-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 50
Delay-Seite (3/7)
Der Delay-Effektblock wiederholt das Eingangs-
signal. Es stehen verschiedene Stile zur Ver-
gung, und die Wiederholungen erfolgen im ak-
tuellen Tempo.
Parameter „Style
Drücken Sie den unteren linken Softkey neben
dem Display, um das Style-Menü zu öffnen. Nur
dieser Taster auf der linken Seite des LCD-Dis-
plays ist beleuchtet.
Sie können die folgenden Stile verwenden:
Quarter (Viertel)
Eighth (Achtel)
Triplet (Triole)
Dotted 1/8th (punktierte Achtel)
Dotted ¼ (punktierte Viertel)
¼ Triplet (Vierteltriole)
Sixteenth (Sechzehntel)
Ping Pong 1
Ping Pong 2
Ping Pong 3
Multitap 1
Multitap 2
Multitap 3
Multitap 4
Multitap 5
Multitap 6
Classic Slap
Set Time
Parameter „Level“
Mit dem Parameter „Level“ stellen Sie den Ge-
samtpegel für den Delay-Effektblock ein. Drü-
cken Sie den rechten oberen Soft Key neben
dem Display, um diesen Parameter auszuwäh-
len. Verwenden Sie dann den schwarzen Steuer-
regler, um den Pegel anzupassen. Der Maximal-
pegel für den Effekt beträgt 0 dB.
Parameter „Feedback“
Mit dem Parameter „Feedback“ legen Sie den
Signalanteil fest, der vom Ausgang wieder zum
Eingang des Effekts zurückgeführt wird. Höhe-
re Feedbackwerte sorgen dafür, dass das Delay
über einen längeren Zeitraum zu hören ist.
Vocal FX-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 51
Erweiterte Delay-Seite
Um die Seite mit den erweiterten Delay-Funkti-
onen zu öffnen (Delay Advanced), drücken und
halten Sie einen beliebigen der blau leuchten-
den Softkeys. Um die Seite mit den erweiterten
Funktionen wieder zu verlassen, drücken Sie die
Taste BACK.
Parameter „Filter Style“
Mit dem Parameter „Dly Filter Style“ können Sie
dem Signalweg verschiedene Filter zufügen, um
den Klang bestimmter Delays zu simulieren. Dies
umfasst sowohl bekannte Delaytypen (Hard-
ware) als auch Effekte.
Sie können die folgenden Stile verwenden:
Digital
Tape
Analog
Radio
Megaphone
Cell Phone
Lo Fi
Hi Cut 1
Hi Cut 2
Hi Cut 3
Low Cut 1
Low Cut 2
Low Cut 3
Einige Delay Filter-Styles haben einen konsis-
tenten Klang. Das bedeutet: Der Klang des Ori-
ginalsignals und aller folgenden Wiederholun-
gen („Taps“) wird in derselben Weise verändert.
Einige Delay Filter-Styles sind kumulativ – zum
Beispiel „Analog“. Hier wird das Signal innerhalb
der Feedback-Schleife bearbeitet, so dass sich
das Klangbild bei jeder weiteren Wiederholung
etwas verändert.
Experimentieren Sie mit den verschiedenen Sty-
les, bis Sie einen finden, der Ihnen zusagt.
Parameter „Tempo“
Verwenden Sie den Parameter „Tempo“, um die
Verzögerungszeit für die vom Delay erzeugten
Wiederholungen – also das Delay-Tempo – ma-
nuell einstellen.
Die Einstellungen werden als Bestandteil jedes
Presets gespeichert. Wenn der Parameter ”Glo-
bal Tempo“ auf „ON“ steht, wird dieser gespei-
cherte Wert ignoriert (aber nicht überschrieben).
Wenn Sie den Parameter „Delay Style“ auf
„Slap“ oder „Time“ eingestellt haben, heißt der
entsprechende Parameter nicht „Tempo“, son-
dern „Time“, und Sie können die Einstellung in
Millisekunden vornehmen.
Vocal FX-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 52
Reverb-Seite (4/7)
Der Reverb-Effektblock erzeugt einen Raum-
klang. Ein Reverb platziert das trockene, unbe-
arbeitete Audiosignal gewissermaßen in einen
simulierten Raum, um einen Eindruck von Räum-
lichkeit zu schaffen.
Parameter „Style
Mit dem Parameter „Style“ legen Sie die Größe
und die Beschaffenheit (Materialien) des simu-
lierten Raumes fest.
Sie können die folgenden Stile verwenden:
Smooth Plate
Reflection Plate
Thin Plate
Bright Plate
Real Plate
Real Plate Long
Jazz Plate
Quick Plate
Soft Hall
Amsterdam Hall
Broadway Hall
Snappy Room
Library
Dark Room
Music Club
Studio Room
Warehouse
Bouncy Room
Cozy Corner
Bright Chamber
Wooden Chamber
St. Joseph Church
Dome Chapel
Hockey Arena
Museum
Indoor Arena
Warehouse
Thin Spring
Full Spring
Parameter „Level“
Mit dem Parameter „Level“ stellen Sie den Ge-
samtpegel für den Reverb-Effektblock ein. D-
cken Sie den rechten oberen Soft Key neben
dem Display, um diesen Parameter auszuwäh-
len. Verwenden Sie dann den schwarzen Steuer-
regler, um den Pegel anzupassen. Der Maximal-
pegel für den Effekt beträgt 0 dB.
Parameter „Decay“
Mit dem Parameter „Decay“ legen Sie fest, wie
lange das Ausklingen des Reverbs dauert. Län-
gere Ausklingzeiten erwecken den Eindruck,
dass sich der Sänger in einem großen Raum be-
findet; bei kürzeren Zeiten denkt der Zuhörer an
kleinere Räume.
Jeder Reverb-Style hat seine eigene Auskling-
zeit, die Sie aber ändern können.
Vocal FX-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 53
HardTune-Seite (5/7)
Ach ja – HardTune …
Manche bezeichnen es als den „Cher-Effekt“,
für andere ist es „Auto-Tune“. Wie auch immer
Sie diesen Effekt nennen mögen: Wenn Sie den
charakteristischen Sound einer chromglänzen-
den, radiotauglichen Pop-Produktion wünschen,
ist dies Ihr Effekt.
Der HardTune-Effektblock kann auch für eine
natürlich klingende, Tonleiter-basierte Tonhö-
henkorrektur verwendet werden. Es muss also
nicht der typische, „roboterhafte“ Sound sein!
Parameter „Style
Mit dem Parameter „Style“ bestimmen Sie die
Genauigkeit, die Geschwindigkeit und die „Ag-
gressivität“, mit der dieser Effektblock bei der
Tonhöhenkorrektur „zupackt.
Sie können die folgenden Stile verwenden:
Pop
Country Gliss
Robot
Correct Natural
Correct Chromatic (nicht tonleiterbasiert)
Drone
Gender Bender
Parameter „Shift“
Mit dem Parameter „Shift“ können Sie die er-
kannte Tonhöhe Ihrer Stimme in Halbtonschritten
herauf- oder heruntertransponieren. Sie können
Ihre Stimme nach oben oder unten um bis zu 36
Halbtöne verschieben.
Parameter „Gender“
Mit dem Parameter „Gender“ können Sie den
charakteristischen Klang (das Timbre) einer
Stimme so verändern, dass sie männlicher oder
weiblicher klingt. Wenn Sie diesen Parameter
auf extreme Werte einstellen, klingt das Ergebnis
sehr unnatürlich – aber möglicherweise ist das ja
genau der Effekt, den Sie haben wollen.
Vocal FX-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 54
Transducer-Seite (6/7)
Der Transducer-Effektblock umfasst Effekte, die
den Klang der Stimme durch das Hinzufügen
verschiedener Filter und Verzerrungseffekte ver-
ändern.
Parameter „Style
Mit dem Parameter „Style“ legen Sie den Stil des
Transducer-Effekts fest.
Sie können die folgenden Stile verwenden:
Megaphone
Radio
On The Phone
Overdrive
Buzz Cut
Stack
Tweed
Combo
Parameter „Drive“
Mit dem Parameter „Drive“ legen Sie die Intensi-
tät des Overdrive-Effekts fest. Je höher der Wert
für den Parameter „Drive“, um so stärker wird
das Signal verzerrt, so dass Megafon-artige Ef-
fekte entstehen.
Parameter „Filter“
Mit dem Parameter „Filter“ können Sie einen
Equalizer aktivieren, der den Klang des Trans-
ducer-Effektblocks „dünner“ oder ”matschiger“
klingen lassen kann. Bei einem zum „Ausdün-
nen“ eingesetzten Filter klingt es so, als ob die
Stimme aus einem billigen Radio oder einem
Funkgerät kommt.
Vocal FX-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 55
Erweiterte Transducer-Seite
Um die Seite mit den erweiterten Trans-
ducer-Funktionen zu öffnen (Transducer Advan-
ced), drücken und halten Sie einen beliebigen
der blau leuchtenden Softkeys.
Parameter „Routing“
Mit dem Parameter „Routing“ legen Sie fest, wel-
che Teilsignale mit dem Transducer-Effektblock
bearbeitet werden sollen.
Einstellung „Output“
Bei der Einstellung „Output“ wird der Effekt auf
die Hauptstimme und alle daraus abgeleiteten
Stimmen (zum Beispiel Harmoniestimmen und
Doubling-Effektblock) angewendet.
Einstellung „FX“
Bei der Einstellung „FX“ wird der Effekt nur auf
den Effektanteil des Signals angewendet. Ein
Beispiel: Wenn Sie den Delay-Effektblock ver-
wenden, wird der Transducer-Effekt nicht auf
das erste Signal angewendet, aber auf alle fol-
genden Wiederholungen („Delay Taps“).
Parameter „Gate Threshold
Transducer-Effekte sind sehr anfällig für Rück-
kopplungen aus Bühnenmonitoren oder der PA.
Daher ist der Transducer-Effektblock mit einem
eigenen Gate ausgestattet, das beim Vermindern
unerwünschter Rückkopplungen hilft.
Wenn Sie den Schwellwert für den Transducer-Ef-
fekt mit dem Parameter „Gate Threshold“ erhö-
hen, wird der Effekt erst bei einem höheren Ein-
gangspegel aktiviert. Auf diese Weise können
Rückkopplungen an Stellen vermieden werden,
an den Sie gerade nicht singen.
Weitere Informationen zum Thema Rückkopp-
lungen (und wie man sie vermeidet), finden Sie in
diesem „Craigs Corner-Video:
youtube.com/watch?v=VlN1RJ4gcAo
Parameter „Gain
Mit dem Parameter „Gain“ stellen Sie den Ge-
samtpegel für den Transducer-Effektblock ein.
Vocal FX-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 56
µMod-Seite (7/7)
μMod steht für“Mikro-Modulation“. Der µMod-Ef-
fektblock umfasst Effekte wie Flanger, Phaser,
Panning oder Chorus, die das bearbeitete Signal
in irgendeiner Weise modulieren.
Parameter „Style
Mit dem Parameter „Style“ legen Sie den Stil des
µMod-Effekts fest.
Sie können die folgenden Stile verwenden:
Micromod Clone
Micromod Wider
Thicken
Light Chorus
Medium Chorus
Wide Chorus
Mono Chorus
Fast Rotor
Panner
Flanger
Flange Feedback
Flange Negative
Mono Flange
Soft Flange
Tube
Up Tube
Down Tube
Down & Up Tube
Rise and Fall
Auto Filter
Underwater
Cylon Mono
Cylon Stereo
Alien Voiceover
Parameter „Level“
Mit dem Parameter „Level“ stellen Sie den Ge-
samtpegel für den µMod-Effektblock ein. Um
diesen Parameter auszuwählen, drücken Sie den
rechten mittleren Softkey neben dem Display.
Verwenden Sie dann den Drehregler, um den
Pegel anzupassen. Der Maximalpegel für den
Effekt beträgt 0 dB.
Parameter „Speed“
Verwenden Sie den Parameter „Speed“, um die
Geschwindigkeit einzustellen, mit der das Signal
moduliert wird.
Guitar FX-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 57
Guitar FX-Taste/-Bereich
Guitar FX-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 58
Drücken Sie die GUITAR FX-Taste, um das Guitar
Effects-Menü zu öffnen. Es umfasst fünf Seiten.
Jede Seite umfasst die Parameter, die den ent-
sprechenden Vocal-Effektblock steuern.
Die Gitarreneffekte ähneln den Vocal-Effekten –
siehe hierzu den Abschnitt Vocal FX-Taste/-Be-
reich“.
Die Gitarreneffekte können beim Play Electric in-
dividuell für jedes Preset angepasst werden. Das
heißt: Wenn Sie auf ein anderes Preset umschal-
ten, ändern sich (entsprechend der Preset-Ein-
stellungen) sowohl der Vocal-Sound als auch der
Gitarrensound.
In jedem Gitarren-Effektblock gibt es einen Pa-
rameter „Control“, wie bei den Vocal-Effekten.
Bei den Gitarren-Effektblöcken verfügt der Pa-
rameter „Control“ allerdings nur über die Einstel-
lungen „On“ und „Off. Für Gitarren-Effektblöcke
gibt es keine Einstellung „HIT“ (und auch keine
entsprechende Funktionalität).
Guitar FX-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 59
Guitar Amp-Seite (1/5)
Parameter „Style
Mit dem Parameter „Style“ legen Sie den Stil der
Verstärkersimulation fest. Es stehen verschie-
dene Verstärkersimulationen zur Verfügung, die
eine breite Palette von Sounds und Stilen abde-
cken.
Wenn Sie keine Verstärkersimulation verwenden
wollen, stellen Sie einfach den Parameter „Con-
trol“ auf „Off.
Sie können die folgenden Stile verwenden:
Clean Brit
Cali Clean
UK Clean
Deep Clean
Bright Switch
Warm
Little Thing
Chicken Picker
Brit OD
AC Crunch
Chunky Brit
Lil Champion
Chime Drive
2x12 Combo
4x12 Crunch
Swamptone
Nasaltone
Brown
Scooped
Metallic
Dark Matter
OD Pedal
Dark OD Pedal
Distortion Pedal
Acoustic
Acoustic Shape
Parameter „Drive“
Mit dem Parameter „Drive“ geben Sie den Pegel
des Signals vor, das in die Vorstufe des simulier-
ten Verstärkers eingespeist wird.
Dieser Parameter wird normalerweise verwen-
det, um den Grad der Verzerrung durch den si-
mulierten Verstärker zu steuern. Bei niedrigen
Werten ergibt sich ein „cleaner“ Sound.
Parameter „Level“
Mit dem Parameter „Level“ geben Sie den Pegel
des Signals vor, das in die Endstufe des simulier-
ten Verstärkers eingespeist wird.
Bei echten Verstärkern heißt der entsprechende
Regler normalerweise „Master“ oder „Volume
– er steuert die Ausgangslautstärke des Verstär-
kers.
Guitar FX-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 60
Erweiterte Amp-Seite
Um die Seite mit den erweiterten Amp-Funktio-
nen zu öffnen, drücken und halten Sie einen be-
liebigen der blau leuchtenden Softkeys.
Parameter „Treble“
Mit dem Parameter „Treble“ steuern Sie den Pe-
gel des Höhen-Equalizerbandes. Dies entspricht
der Höhenregelung („Treble“) des simulierten Gi-
tarrenverstärkers.
Parameter „Mid“
Mit dem Parameter „Mid“ steuern Sie den Pegel
des mittleren Equalizerbandes. Dies entspricht
der Mittenregelung („Mid“) des simulierten Gitar-
renverstärkers.
Parameter „Bass
Mit dem Parameter „Bass“ steuern Sie den
Pegel des unteren Equalizerbandes. Dies ent-
spricht der Bassregelung des simulierten Gitar-
renverstärkers.
Parameter „Mid Freq“
Mit dem Parameter „Mid Freq“ stellen Sie die Ar-
beitsfrequenz des mittleren Equalizerbandes ein.
Guitar FX-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 61
Guitar Compressor-Seite (2/5)
Verwenden Sie den Kompressor-Effektblock, um
die Dynamik des Gitarrensignals zu steuern. Bei
korrekten Einstellungen können sowohl das Ein-
setzen der Noten (Attack) als auch die Haltepha-
se klanglich verbessert werden.
Parameter „Style
Mit dem Parameter „Style“ legen Sie die Art der
Komprimierung fest. Mit diesen Stile können Sie
auf praxisbewährte Voreinstellungen zugreifen.
Diese umfassen schnelle oder langsame Vorga-
ben für das Einsetzen des Kompressors (Attack)
und mehr oder weniger „aggressive“ Komprimie-
rungsverhältnisse.
Sie können die folgenden Stile verwenden:
Subtle Tube
Subtle Sustain
Sustain Attack
Sustain Pop
Parameter „Amount
Mit dem Parameter „Amount“ legen Sie die Stär-
ke der Komprimierung der Signaldynamik fest.
Dieser Parameter ähnelt grundsätzlich dem Pa-
rameter „Level“ in anderen Effektblöcken, es
werden aber „unter der Haube“ weitere Parame-
ter mitgesteuert.
Parameter „Makeup
Wenn Sie die Einstellung des Parameters
Amount“ ändern, wird das Signal am Ausgang
des Effektblocks lauter oder leiser. Sie müssen
dann gegebenenfalls mit dem Parameter „Ma-
keup Gain“ den Pegel anpassen. Makeup Gain
ermöglicht es Ihnen, den Pegel am Ausgang des
Effektblocks so anzupassen, dass er dem Pegel
am Einfang entspricht. Dadurch werden drasti-
sche Pegelsprünge beim Ein- und Ausschalten
des Effektblocks verhindert.
Normalweise sollten Sie diesen Parameter ein-
fach nach Gehör einstellen.
Guitar FX-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 62
Guitar µMod-Seite (3/5)
Der μMod-Effektblock im Gitarrenbereich verän-
dert – ebenso wie der gleichnamige Effektblock
im Gesangsbereich – durch eine leichte Verzöge-
rung und Modulation des Signals dessen Klang.
μMod steht für“Mikro-Modulation.
Parameter „Style
Mit dem Parameter „Style“ legen Sie den Stil des
µMod-Effekts fest.
Sie können die folgenden Stile verwenden:
Corona Chorus – auf der Grundlage des
Corona Chorus von TC Electronic
Corona Fast
Corona Slow
Vortex Flanger – auf der Grundlage des
Vortex Flanger von TC Electronic
Vortex Fast
Silky Detune
Medium Detune
Mono Chorus
Fast Rotor
Stereo Panner
Flanger
Flange Feedback
Flange Negative
Mono Flange
Soft Flange
Tremolo
Auto Filter
Parameter „Mix
Mit dem Parameter „Mix“ stellen Sie den Ge-
samtpegel für den µMod-Effektblock ein.
Parameter „Speed“
Verwenden Sie den Parameter „Speed“, um die
Geschwindigkeit einzustellen, mit der das Signal
moduliert wird. Bei langsameren Geschwindig-
keiten ist der Effekt oft deutlicher hörbar.
Guitar FX-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 63
Guitar Delay-Seite (4/5)
Der Delay-Effekt ermöglicht es Ihnen – ähn-
lich wie beim entsprechenden Effekt im Vocal
FX-Bereich – Ihr Gitarrensignal mit Echo-Effek-
ten zu bearbeiten. Die Delay-Blöcke im Guitar
FX- und im Vocal FX-Bereich verwenden dassel-
be Tempo. Damit ist gewährleistet, dass die De-
lays für Ihre Gitarre und Ihre Stimme nicht ausei-
nanderdriften.
Parameter „Level“
Mit dem Parameter „Level“ steuern Sie den Pe-
gel des Delay-Effekts.
Parameter „Feedback“
Mit dem Parameter „Feedback“ stellen Sie ein,
wie oft der Delay-Effekt ein Signal wiederholen
soll (anders gesagt: wie lange es dauern soll, bis
das Echo ausklingt).
Parameter „Style
Mit dem Parameter Style legen Sie den Stil und
die Zeitbasis für das Delay (zum Beispiel Viertel-
oder Achtelnoten) fest.
Sie können die folgenden Stile verwenden:
Flashback 2290
Flashback analog
Flashback Tape
Flashback LoFi
Flashback Slap
Edge-Y Mod
Analog Modular
Half
Quarter (Viertel)
Dotted 1/8 (punktierte Achtel)
Ping Pong
Ping Pong FX
Multitap
300 ms
Long & Thin
Reverb Tank
Guitar FX-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 64
Erweiterte Delay-Seite
Auf der erweiterten Delay-Seite gibt es zwei zu-
sätzliche Parameter:
Parameter „Tempo“
Hier können Sie das Tempo manuell einstellen
und diese Einstellung als Bestandteil des Presets
speichern.
Wenn Sie einen der „Slap“- oder „Time“-Stile
ausgewählt haben, wird dieser Parameter nicht
in Zählzeiten pro Minute (Beats per minute,
BPM), sondern in Millisekunden (ms) angezeigt.
Wenn der Parameter „Global Tap Tempo“ im
Setup-Menü auf „On“ steht, wird das manuell
eingestellte Tempo durch das globale Tempo vo-
rübergehend außer Kraft gesetzt (aber nicht ge-
löscht/überschrieben).
Parameter „Division“*
Verwenden Sie den Parameter „Division“, um die
Zeitbasis für das Delay manuell festzulegen. Es
gibt hier mehr Varianten als in der Style-Liste.
Parameter „Dly Filter Style“
Mit dem Parameter „Dly Filter Style“ können Sie
dem Signalweg verschiedene Filter zufügen, um
den Klang bestimmter Delays zu simulieren. Dies
umfasst sowohl bekannte Delaytypen (Hard-
ware) als auch Effekte.
Sie können die folgenden Stile verwenden:
Digital
Tape
Analog
Radio
Megaphone
Cell Phone
Lo Fi
Hi Cut 1
Hi Cut 2
Hi Cut 3
Low Cut 1
Low Cut 2
Low Cut 3
Guitar FX-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 65
Guitar Reverb-Seite (5/5)
Ein Reverb erzeugt den Eindruck von Räumlich-
keit. Dazu wird die Gitarre gewissermaßen in
einen simulierten Raum gestellt, um einen Ein-
druck von Räumlichkeit zu schaffen.
Parameter „Style
Mit dem Parameter „Style“ legen Sie die Größe
und die Beschaffenheit (Materialien) des simu-
lierten Raumes fest.
Sie können die folgenden Stile verwenden:
Hall of Fame – Hall
Hall of Fame – Plate
Hall of Fame – Room
Hall of Fame – Church
Hall of Fame – Spring
Hall of Fame – Ambience
Hall of Fame – LoFi
Hall of Fame – Tile
Smooth Plate
Reflection Plate
Thin Plate
Bright Plate
Real Plate
Real Plate Long
Jazz Plate
Quick Plate
Soft Hall
Amsterdam Hall
Broadway Hall
Snappy Room
Library
Dark Room
Music Club
Studio Room
Bouncy Room
Cozy Corner
Bright Chamber
Wooden Chamber
St. Joseph Church
Dome Chapel
Hockey Arena
Museum
Indoor Arena
Warehouse
Thin Spring
Full Spring
Parameter „Level“
Mit dem Parameter „Level“ stellen Sie den Ge-
samtpegel für den Reverb-Effektblock ein. Um
diesen Parameter auszuwählen, drücken Sie den
rechten mittleren Softkey neben dem Display.
Verwenden Sie dann den Drehregler, um den Pe-
gel anzupassen.
Der Maximalpegel für den Effekt beträgt 0 dB.
Parameter „Decay“
Mit dem Parameter „Decay“ legen Sie fest, wie
lange das Ausklingen des Reverbs dauert. Län-
gere Ausklingzeiten erwecken den Eindruck,
dass sich der Sänger in einem großen Raum be-
findet; bei kürzeren Zeiten denkt der Zuhörer an
kleinere Räume.
Jeder Reverb-Style hat seine eigene Auskling-
zeit, die Sie aber ändern können.
Mix-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 66
Mix-Taste/-Bereich
Mix-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 67
Drücken Sie die MIX-Taste, um das Mix-Menü zu
öffnen. Hier können Sie die Pegel der verschie-
denen Audiosignale innerhalb des Play Electric
einstellen.
Mix-Seite (1/2)
Parameter „Harmony“
Mit dem Parameter „Harmony“ steuern Sie den
Gesamtpegel aller stimmenerzeugenden Effekte
(Harmoniestimmen- und Doubling-Effektblock).
Parameter „Guitar Level“
Mit dem Parameter „Guitar Level“ stellen Sie den
Ausgangspegel für das Gitarrensignal ein. Der
effektive Pegel hängt natürlich auch von der Ein-
gangsverstärkung für den Gitarreneingang ab,
den Sie auf der Seite Setup einstellen. Stellen
Sie in jedem Fall zunächst den Eingangspegel
korrekt ein und verwenden Sie dann den Para-
meter „Guitar Level“ auf der Mix-Seite, um den
gewünschten Ausgangspegel einzustellen.
Parameter „Out Level“
Mit dem Parameter „Out Level“ steuern Sie den
Gesamtpegel des Signals am Ausgang des Play
Electric.
Parameter „Delay/Reverb
Mit dem Parameter „Delay/Reverb“ steuern Sie
den Pegel für die Effektblöcke Delay und Reverb.
Die Einstellung gilt global (für alle Presets).
Diese Funktion ist sinnvoll, wenn Sie einen Auf-
tritt an einem Ort haben, der besonders viel (oder
sehr wenig) natürlichen Hall hat. Mit diesem Pa-
rameter können Sie den Effektanteil rasch an die
Verhältnisse vor Ort anpassen, anstatt mühsam
alle Presets anzupassen.
Parameter „Headphone Level“
Mit dem Parameter „Headphone“ steuern Sie
den Pegel für den Kopfhörerausgang.
Parameter „RoomSense“
Verwenden Sie den Parameter „RoomSense“,
um den Pegel des von den RoomSense-Mi-
krofonen erfassten Signals im Kopfhörer-Mix
einzustellen. Es ist NICHT möglich, mit diesem
Pegel-Parameter das RoomSense-Signal in den
Mix für den Hauptausgang zu integrieren, da
dies zu Rückkopplungen führen würde.
Parameter „Aux Level“
Der Parameter Aux Level wird nur angezeigt,
wenn eine Signalquelle an die Aux-Buchse an-
geschlossen ist.
Verwenden Sie den Parameter „Aux Level“, um
den Pegel des Signals an der Aux-Buchse ein-
zustellen.
Wenn Sie das Signal, das an der Aux-Buchse an-
liegt, nur über Ihren Kopfhörer hören wollen, stel-
len Sie im Setup-Menü auf der Seite Output den
Parameter „Aux to Main Out“ auf „Off.
Wenn Sie das Signal, das an der Aux-Buchse
anliegt, ausschließlich zur Steuerung der Har-
moniestimmen verwenden wollen (also zur Ton-
Mix-Taste/-Bereich
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 68
arterkennung), dieses Signal aber weder an den
Hauptausgängen noch über Kopfhörer zu hören
sein soll, dann stellen Sie den Parameter „Aux
Level“ auf „Off“.
Mix-Seite (2/2)
Parameter „USB Level“
Mit dem Parameter „USB Level“ steuern Sie den
Pegel des eingehenden USB-Signals. Dies wäre
also der Pegel eines Audiosignals, das Sie von
einem Computer über die USB-Verbindung zu-
spielen.
Die Einstellung dieses Parameters hat keine
Auswirkung, wenn Sie den Parameter Input auf
„USB“ eingestellt haben und Sie das per USB
empfangene Signal im Gerät verarbeiten. Bei
dieser Konfiguration steuern Sie den Ausgangs-
pegel des Signals in Ihrer Audiosoftware auf dem
Computer (und damit den Pegel des Signals, das
am USB-Eingang des Play Electric eintrifft).
Der Looper
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 69
Der Looper
Der Looper
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 70
Was ist (und tut) ein Looper?
Grundsätzlich ermöglicht ein Looper es Ihnen,
eine verhältnismäßig kurze Audioaufnahme
zu erstellen, die dann immer wieder unterbre-
chungsfrei abgespielt („geloopt“) wird. Wenn ein
kreativer, talentierter Musiker (oder Sänger) mit
einem Looper arbeitet, können absolut erstaunli-
che Ergebnisse entstehen.
Grundlegende Looping-Konzepte
Die meisten Looper – auch der in Ihrem Play
Electric – basieren auf wenigen, elementaren
Funktionen (und den entsprechenden Bedienele-
menten): Aufnahme (Record), Wiedergabe (Play)
und zusätzliche Aufnahmedurchgänge (Over-
dub). Die Funktionen Aufnahme und Wiedergabe
dürften Ihnen vertraut sein. „Overdubbing“ ist
ganz einfach das Erstellen einer weiteren Auf-
nahme, ohne dass die vorherige Aufnahme ge-
löscht wird.
Den Looper im Play
Electric verwenden
Den Loop-Modus aktivieren
Um in den Loop-Modus zu wechseln, drücken
und halten Sie den Aufwärtspfeil-Fußtaster und
den Abwärtspfeil-Fußtaster gleichzeitig.
Loop-Modus-Seite
Im Loop-Modus steuert der Abwärtspfeil-F-
taster die folgenden Funktionen:
PLAY (Loop wiedergeben)
REC (Loop aufnehmen)
Overdub (zusätzlicher Aufnahmedurchgang)
Undo (Entfernen des letzten Aufnahmedurch-
gangs)
Im Loop-Modus steuert der Aufwärtspfeil-F-
taster die folgenden Funktionen:
STOP (Aufnahme/Wiedergabe beenden)
ERA (Erase – halten Sie den Fußtaster ge-
drückt, um die Loop zu löschen)
Den Loop-Modus beenden
Um den Loop-Modus zu beenden, tippen Sie auf
den HIT- Fußtaster. Sie können den Loop-Modus
auch beenden, während noch eine Loop wieder-
gegeben wird. Das heißt: Sie können ein neues
Vocal-Sound auswählen und dann wieder in den
Loop-Modus schalten, um die Loop durch eine
weitere Aufnahmespur (Overdub) zu ergänzen.
Wie Sie Ihre erste Loop aufnehmen
Drücken Sie den REC/PLAY/ODUB-Fußtaster,
um eine Aufnahme zu starten.
Drücken Sie den Fußtaster erneut, um die Auf-
nahme zu beenden und sofort mit der Wieder-
gabe zu beginnen.
Stattdessen können Sie auch den STOP/
ERA(SE)-Fußtaster drücken, um die Aufnah-
me zu beenden und nicht mit der Wiedergabe
zu beginnen.
Drücken Sie den REC/PLAY/ODUB- Fußtaster
erneut, um die ursprüngliche Aufnahme durch
einen weiteren Aufnahmedurchgang (Over-
dub) zu ergänzen. Sie können so viele Over-
dubs durchführen, wie Sie möchten.
Was wird als Bestandteil einer
Loop aufgenommen?
Verwenden Sie den Parameter Loop Input im
Menü Setup, um festzulegen, was der Looper
aufnehmen soll und was nicht. Sie können den
Looper zum Beispiel so konfigurieren, dass er
nur Gitarre aufnimmt, nicht aber Vocals – oder
umgekehrt.
Hier ist Beispiel für eine Situation, in der es sinn-
voll ist, nur die Gitarre aufzunehmen, wenn Sie
Ihr Instrument spielen und gleichzeitig singen:
Der Looper
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 71
Sie spielen eine achttaktige Akkordfolge, zu der
Sie eine Strophe ihres Songs singen. Nach der
zweiten achttaktigen Strophe möchten Sie ein
Gitarrensolo spielen. Wäre es nicht cool, wenn
die Rhythmusgitarre einfach weiterspielen wür-
de, während Sie Ihr Solo spielen? Mit dem Lo-
oper ist genau das möglich.
1. Stellen Sie Looper so ein, dass er nur Ihre Gi-
tarre aufnimmt (Einstellung „Guitar“).
2. Spielen Sie den Rhythmusgitarren-Part für die
Strophe, wie Sie es auch vorher getan haben.
3. Wenn der zweite achttaktige Abschnitt be-
ginnt, drücken Sie den REC-Fußtaster. Spielen
und singen Sie ohne Unterbrechung weiter.
4. Drücken Sie am Ende des achttaktigen Ab-
schnitts wieder den REC-Fußtaster. Das Play
Electric beginnt sofort mit der Wiedergabe
des gerade aufgenommenen Abschnitts.
5. Spielen Sie jetzt Ihr Solo über den gerade auf-
genommenen Rhythmusgitarren-Part.
6. Wenn der Solo-Part zu Ende ist, beenden Sie
die Loop-Wiedergabe, indem Sie den Stop/
Era(se)-Fußtaster drücken. Singen und spielen
Sie wieder Ihren (Rhythmus-)Gitarrenpart.
Dies ist ein sehr einfaches Beispiel, wie Sie mit
einem Looper während eines Auftritts auch ohne
Begleitung sehr einfach einen Song „mit allem
Drum und Dran“ spielen können. Wenn Sie Ihren
Looper derart subtil verwenden, kann Ihr Publi-
kum das genießen, ohne dass der Eindruck ei-
nes „aufgesetzten“ Effekts entsteht.
Die Loop-Wiedergabe beenden
Um die Loop-Wiedergabe zu beenden, drücken
Sie den Stop/Era(se)-Fußtaster.
Die Loop löschen
Um eine Loop (einschließlich aller Overdubs) zu
löschen, drücken und halten Sie den Stop/Era(-
se)-Fußtaster.
Loop Undo / Redo
Um einen Loop-Aufnahmedurchgang (Overdub)
rückgängig zu machen, drücken und halten Sie
den Abwärtspfeil-Fußtaster.
Um einen gelöschten Loop-Aufnahmedurchgang
(Overdub) wiederherzustellen (Redo-Funktion),
drücken und halten Sie den Abwärtspfeil-F-
taster erneut. Ein mit Undo gelöschter Aufnah-
medurchgang kann nur dann auf diese Weise
wiederhergestellt werden, wenn Sie nach dem
Ausführen der Undo-Funktion nicht einen weite-
ren Aufnahmedurchgang erstellt haben.
Sie können die Undo-Funktion verwenden, wenn
Sie einen Fehler gemacht haben – entfernen
Sie einfach den letzten, fehlerhaften Aufnahme-
durchgang und versuchen Sie es noch einmal.
Sie können aber Undo und das Gegenstück
Redo kreativ verwenden, wenn Sie live spielen
und einen Part nach Bedarf an -und abschalten
möchten. Das geht so: Nehmen Sie eine grund-
legende Akkordfolge für einen Song auf. Spielen
Sie dazu eine eingängige Melodie als zusätzli-
chen Aufnahmedurchgang (Overdub). Entfernen
Sie mit der Undo-Funktion den Melodie-Aufnah-
medurchgang, um zu singen – und verwenden
Sie Redo (erneutes Ausführen der Undo-Funkti-
on), um die Melodie zurückzubringen.
Der Looper
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 72
Tipps zu den Looping-Funktionen
Beim Thema Loops gilt: Übung macht den
Meister.
Vielleicht haben Sie beim Aufnehmen von Loops
bemerkt, dass es eine kleine Lücke zwischen
dem Ende der Phrase und dem erneuten Start
gibt. Das passiert, wenn Sie den PLAY/REC/
ODUB-Fußtaster nicht „punktgenau“ drücken.
Drücken Sie den Taster genau auf der ersten
Zählzeit, damit Loop-Anfang und -Ende nahtlos
aneinander anschließen.
Experiment Sie mit dem Looper. Variieren Sie
auch den Vocal-Sound zwischen den Aufnah-
medurchgängen. Alleine durch das Verändern
der Effekteinstellungen für Ihre Stimme können
Sie die musikalische Wirkung Ihrer Loops enorm
variieren.
Sie können mehrere Aufnahmedurchgänge
(Overdubs) nacheinander ausführen, ohne die
Loop zu stoppen und wieder zu starten. So
können Sie ohne Unterbrechung einen ganzen
Turm“ aus Parts aufbauen, den Sie gegebenen-
falls mit der Undo-Funktion auf einmal entfernen
können (Sie können ihn dann natürlich per Redo
auch wiederherstellen).
Verwenden eines Switch-3
für Loop-Funktionen
Wenn Sie einen Switch-3 (separat erhältliches
Zubehör) an Ihr Play Electric anschließen, können
Sie damit jederzeit die Loop-Funktionen steuern,
ohne erst mit dem Aufwärtspfeil-Fußtaster und
dem Abwärtspfeil-Fußtaster in den Loop-Modus
zu wechseln. Damit sind diese beiden Fußtaster
„entlastet“ und können zum Einstellen der Tonart
verwendet werden. Sie können dann außerdem
während der Loop-Aufnahme bequem zwischen
Presets umschalten, ohne erst den Loop-Modus
zu beenden.
Die Taster des Switch-3 sind wie folgt belegt:
Rec (Aufnahme) / Play (Wiedergabe) / Odub
(nächster Aufnahmedurchgang)
Stop/Erase (Löschen der Loop durch Halten
des Fußtasters)
Undo (Aufnahmedurchgang rückgängig ma-
chen)
Ein separater Taster für die Undo-Funktion ist
nützlich, da die Undo-Funktion damit „punktge-
nau“ ausgeführt werden kann. Ansonsten dauert
es nämlich einen Augenblick, bis das Drücken
und Halten eines Fußtasters registriert wird.
Belegung der Fußtaster des Play Electric
bei der Verwendung eines Switch-3
Wenn Sie einen Switch-3 angeschlossen haben
und dieser zur Steuerung der Loop-Funktionen
verwendet wird, werden der Aufwärtspfeil-Fuß-
taster und der Abwärtspfeil-Fußtaster des Play
Electric automatisch mit Funktionen „Einstellen
des Grundtons und der Tonleiter“ belegt.
Wenn Sie den Switch-3 vom Gerät trennen, er-
halten der Aufwärtspfeil-Fußtaster und der Ab-
wärtspfeil-Fußtaster wieder die Funktionen, die
sie hatten, bevor der Switch-3 angeschlossen
wurde.
Weitere Informationen zum Switch-3 finden Sie
unter:
tc-helicon.com/products/switch-3/
Problembehebung
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 73
Problembehebung
Problembehebung
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 74
Manchmal funktionieren die Dinge einfach nicht
so, wie man es eigentlich erwartet. In solchen
Fällen sollten Sie die folgenden Punkte beach-
ten.
Allgemeine Hinweise zur
Problembehebung
„Ich singe, aber es ist
nichts zu hören!“
Stellen Sie sicher, dass Sie den Eingangsreg-
ler so weit aufgedreht haben, dass das Sig-
nal erkannt wird und die IN-Leuchtdiode grün
leuchtet, wenn Sie singen.
Haben Sie Ihre Kopfhörer angeschlossen oder
das Gerät mit dem PA-System verbunden?
Ist das PA-System eingeschaltet und an Laut-
sprecher angeschlossen? Erhält es ein Sig-
nal?
Wenn nicht, konsultieren Sie das Handbuch
des PA-Systems, um sicherzustellen, dass al-
les korrekt eingerichtet ist.
Verwenden Sie ein Kondensatormikrofon?
Haben Sie dann im Menü „SETUP“ den Mikro-
fon-Typ auf „Condenser“ eingestellt?
„Ich habe die Harmony-
Effekte aktiviert, aber sie
klingen nicht richtig.
Haben Sie mit den Parametern „Key“ und
„Scale“ eine Tonart ausgewählt?
Ist es die richtige Tonart für das Lied, das Sie
gerade spielen/singen?
Wenn Sie die RoomSense-Technologie ver-
wenden, um die Tonhöhe aus den im selben
Raum gespielten Instrumenten ermitteln zu
lassen, sollte möglichst ein Instrument (Rhyth-
musgitarre, Klavier usw.) in der Nähe sein, das
klar definierte Akkorde spielt – aus „leere“ In-
tervallen wie Quinten lässt sich eine Tonart nur
schwer ermitteln.
Wenn Sie zu Songs von einem MP3-Player
singen, stellen Sie im Menü Setup den Para-
meter AUX IN TYPE auf „Tracks“ ein. Manche
Titel können von der NaturalPlay-Funktion
besser erfasst werden als andere – hier spie-
len Mischung und Instrumentierung der Auf-
nahme eine große Rolle.
Wenn Sie die Erzeugung der Harmoniestim-
men mit einer Gitarre steuern, sollte auf der
Seite Harmony der Parameter KEY auf „AUTO“
eingestellt sein.
„Kein Effekt hat hörbare
Auswirkungen auf den
Sound am Ausgang“
Befindet sich das Gerät im Talk-Modus oder
im Talk/Tuner-Modus?
Wenn die Leuchtdiode des HIT-Fußtasters
blinkt, tippen Sie diesen einmal an, um in die
normale Betriebsart zurückzukehren.
Wie kann ich die Presets wieder
auf den Auslieferungszustand
zurücksetzen?“
Halten Sie beim Anschalten des Gerätes
die beiden horizontalen Pfeiltaster links und
rechts vom Drehregler gedrückt. Alle Ände-
rungen, die Sie an den Presets des Gerätes
vorgenommen haben, werden gelöscht!
Sie können Ihre eigenen Presets mit Hilfe der
Software VoiceSupport sichern.
Wie kann ich das Gerät vollständig
auf die Werkseinstellungen
zurücksetzen?“
Halten Sie beim Anschalten des Gerätes die
beiden Tasten ”BACK“ und „STORE“ ge-
drückt.
Alle Änderungen, die Sie an den Presets des
Gerätes vorgenommen haben und alle Ein-
stellungen im Setup-Bereich werden gelöscht.
Sie können Ihre eigenen Presets und die
Setup-Einstellungen mit Hilfe der Software
VoiceSupport sichern.
„Ich finde die Software VoiceSupport
etwas verwirrend – wo kann
ich mehr darüber erfahren?“
Gehen Sie zu
tc-helicon.com/products /
voicesupport/support/
Anhang
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 75
Anhang
Anhang
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 76
TC-Helicon Referenztabelle
Tonleitern
Harmonienoten in der Tonart C-Dur
Tonleiter Am Eingang erkannte
(gesungene) Note
C Db D Eb E F Gb G Ab A Bb H
Gewähltes Voicing / In-
tervall
Maj 1 3rd (High/Lower) E k.Ä. F k.Ä. G A k.Ä. H k.Ä. C D D
Maj 1 5th (Higher/Low) G k.Ä. A k.Ä. H C k.Ä. D k.Ä. E F F
Maj 2 3rd (High/Lower) E k.Ä. F k.Ä. G A k.Ä. C k.Ä. C D D
Maj 2 5th (Higher/Low) G k.Ä. A k.Ä. C C k.Ä. E k.Ä. E F F
Maj 3 3rd (High/Lower) E k.Ä. F k.Ä. G A k.Ä. Bb k.Ä. C D D
Maj 3 5th (Higher/Low) G k.Ä. A k.Ä. Bb C k.Ä. D k.Ä. E F F
Min 1 3rd (High/Lower) Eb k.Ä. F G k.Ä. Ab k.Ä. Bb C k.Ä. D k.Ä.
Min 1 5th (Higher/Low) G k.Ä. Bb Bb k.Ä. C k.Ä. D Eb k.Ä. F k.Ä.
Min 2 3rd (High/Lower) Eb k.Ä. F G k.Ä. A k.Ä. Bb C k.Ä. D k.Ä.
Min 2 5th (Higher/Low) G k.Ä. A Bb k.Ä. C k.Ä. D Eb k.Ä. F k.Ä.
Min 3 3rd (High/Lower) Eb k.Ä. F G k.Ä. Ab k.Ä. H C k.Ä. D k.Ä.
Min 3 5th (Higher/Low) G k.Ä. A Bb k.Ä. C k.Ä. D Eb k.Ä. F k.Ä.
Die hervorgehoben Zellen stellen Unterschiede zwischen den Tonleitern dar.
„k.Ä.“ = keine Änderung
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Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 77
Links
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Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 78
Support-Informationen
Es stehen Ihnen eine umfangreiche Wissensda-
tenbank mit häufig gestellten Fragen und Ant-
worten sowie ein Forum zur Verfügung. Bitte nut-
zen Sie zunächst diese Informationsquellen, um
Lösungen für ein spezielles Problem zu finden,
bevor Sie eine Anfrage an den Support stellen.
Es ist gut möglich, dass jemand vor Ihnen bereits
eine entsprechende Frage gestellt hat und es be-
reits eine passende Antwort gibt.
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Produkte:
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Technische Daten
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 79
Technische Daten
Technische Daten
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 80
Leistungsmerkmale
Vocal-Effekte Harmony, Double, Delay, Reverb, HardTune, Transducer, µMod
Gitarreneffekte Verstärker- und Lautsprechersimulation, Kompressor, µMod (umfasst Effekte aus dem TC Electronic Corona
Chorus), Delay (umfasst Delays aus dem TC Electronic Flashback), Reverb (umfasst Reverbs aus dem TC
Electronic Hall of Fame)
VLOOP
Steuerung Fußtaster für nächstes/vorheriges Preset und HIT-Funktion
Grafische LCD-Anzeige
Eingelassener Regler für Mikrofonpegel
Hintergrundbeleuchtete Tasten – zwei Farben
Ein-/Aus-Tasten für Effektblöcke
Ausführung
Größe und Gewicht
Höhe 1,8 Zoll – 45 mm
Breite 7,9 Zoll – 200 mm
Tiefe 6,1 Zoll – 156 mm
Gewicht 2.1lb. (0,95 kg)
Ausführung Dual-Druckguss-Ausführung, Clamshell-Design
Acryl-Linse
Anschlussfeld aus Stanzmetall geschnitten
Gummierte Füße
Hintergrundbeleuchtete grafische LCD-Anzeige
Anschlüsse
Analoge Eingänge
Symmetrische Anschlüsse Mikrofoneingang: XLR
Aux-Eingang: 3,5 mm-Stereo-Miniklinkenbuchse
Asymmetrische Anschlüsse Gitarreneingang 6,3 mm
Impedanz Symmetrisch/Asymmetrisch: Mikr.: 2,14/1,07 kOhm
Pegel Mikr.-Eingang bei 0 dBFS -42dBu bis +13dBu
EIN bei max. Mikr.-Anhebung Rg = 150 Ohm -127 dBu
Störabstand Mikr. > 104 dB
Phantomspeisung +48 V (kann im Setup-Menü aktiviert werden)
Pegel AUX-Eingang bei 0 dBu: +2 dBu
A/D-Wandlung 24 Bit, 128faches Oversampling Bitstream, 110 dB Störabstand A-gewichtet
Technische Daten
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 81
Analoge Ausgänge
D/A-Wandlung 24 Bit, 128faches Oversampling Bitstream, 115 dB Störabstand A-gewichtet
Symmetrische Anschlüsse XLR
Asymmetrische Anschlüsse Gitarren-Ausgang und Thru-Buchse: 6,3 mm
Ausgangsimpedanz symmetrisch / asymmetrisch 300/150 Ohm
XLR-Ausgang 0dBFS +2 dBu
Dynamik >109dB, 20Hz bis 20kHz
Frequenzgang +0,30/-0dB, 20Hz bis 20kHz
Kopfhörerausgang 3,5 mm-Stereo-Miniklinkenbuchse
Steuerung
USB USB-B (für Firmware-Updates, Presetverwaltung, Audio In und Out)
Pedal 6,3 mm Klinke (Tip-Ring-Sleeve)
Details
Stromversorgung
Externe Netzstromversorgung 100 bis 240 Volt Wechselspannung, 50 bis 60 Hz (automatische Umschaltung)
12 V DC – 0,4 A max.
Leistungsaufnahme < 14 W
Sicherheit
EMV entspricht EN55103-1 und EN 55103-2, FCC Teil 15, ClassB, CISPR 22, ClassB
Sicherheit beglaubigt nach IEC65, EN60065,UL6500 und CSA IEC 65, EN60065, UL6500 und CSA
Voraussetzungen für den Betrieb
Betriebstemperatur 0° bis 50° C (32° bis 122° F)
Lagertemperatur -30° bis 70° C (-22° bis 167° F)
Feuchtigkeit Maximal 90 % nicht-kondensierend
Technische Daten
Play Electric – Referenzhandbuch (2014-07-16) 82
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