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Inhalt Seite:
Vorwort und allgemeine Sicherheitshinweise
Teil 1: Bedienanleitung Kl. 550-16-23
1. Produktbeschreibung ........................................... 5
2. Bestimmungsgemäßer Gebrauch ................................... 5
3. Technische Daten ............................................. 6
4. Bedienen
4.1 Nadelfaden einfädeln ............................................ 7
4.2 Nadelfadenspannung einstellen...................................... 9
4.3 Nadelfadenspannung öffnen........................................ 9
4.4 Fadenregulator einstellen ......................................... 10
4.5 Greiferfaden aufspulen ........................................... 11
4.6 Greiferfadenspule wechseln ........................................ 12
4.7 Greiferfadenspannung einstellen ..................................... 13
4.8 Nadel wechseln ............................................... 14
4.9 Nähfuß lüften ................................................. 15
4.10 Nähfüße in Hochstellung arretieren ................................... 16
4.11 Nähfußdruck einstellen ........................................... 16
4.12 Hubhöhe des Nähfußes beim Lüften ................................... 17
4.13 Pulsierender Nähfuß ............................................ 17
4.14 Knietaster ................................................... 18
4.15 Linkes Pedal “Korrekturwert”/ Kräuselwert ............................... 18
5. Bedienen der Steuerung 550-16-23
5.1 Manuelles Nähen .............................................. 19
5.1.1 Kräuselwert einstellen ........................................... 19
5.1.2 Zusätzliche Fadenspannung ein-/ ausschalten ............................. 19
5.1.3 Fadenspannung aus-/ einschalten .................................... 19
5.1.4 Riegelinvertierung .............................................. 20
5.2 Nähen mit Programm (Automatik) .................................... 20
5.2.1 Programmauswahl.............................................. 20
5.2.1.1 Direkte Programmlauswahl ........................................ 20
5.2.1.2 Programmauswahl durch Menü...................................... 21
5.2.1.3 Seitenanwahl in einem Programm .................................... 21
5.2.3 Kräuselwerte ändern ............................................ 22
5.3 Programmierbare Funktionen ....................................... 23
5.3.1 Neues Programm einrichten ........................................ 23
5.3.2 Vorübergehende Änderungen in einem Nahtabschnitt ........................ 24
1
Inhalt Seite:
5.3.3 Änderungen im Programm ......................................... 24
5.3.4 Programm löschen ............................................. 24
6. Nähen ..................................................... 25
7. Wartung
7.1 Reinigung und Prüfung ........................................... 26
7.2 Ölschmierung................................................. 28
1. Produktbeschreibung
Die Dürkopp Adler 550-16-23 ist ein gestalteter Nähplatz zum
Einnähen von Ärmeln.
Die Arbeitsplätze sind mit einer Einnadel-Doppelsteppstich-Säulen-
maschine mit Band-Unter- und Band-Obertransport ausgerüstet.
Über die Tasterleiste können 30 verschiedene Kräuselwerte gewählt
werden. Um einen festeren Stichanzug zu erzielen, kann beim
Einschalten eines hohen Kräuselwertes eine Zusatzspannung
zugeschaltet werden.
Weitere Details:
Schrittmotortechnik für Band-Ober und Band-Untertransport.
Materialschonender Bandtransport mit je zwei separat angetriebe
-
nen Bändern für Ober- und Untertransport.
2. Bestimmungsgemäßer Gebrauch
Die 550-16 ist ein Nähplatz, der bestimmungsgemäß zum Nähen von
leichtem bis mittelschwerem Nähgut verwendet werden kann. Solches
Nähgut ist in der Regel aus textilen Fasern zusammengesetztes
Material. Das Material wird in der Bekleidungsindustrie verwendet.
Ferner können mit dieser Spezialnähmaschine möglicherweise auch
sogenannte technische Nähte ausgeführt werden.
Hier muss jedoch in jedem Falle der Betreiber (gerne in Zusammenarbeit
mit der Dürkopp Adler AG) eine Abschätzung der möglichen Gefahren
vornehmen, da solche Anwendungsfälle einerseits vergleichsweise selten
sind und andererseits die Vielfalt unübersehbar ist. Je nach Ergebnis
dieser Abschätzung sind möglicherweise geeignete
Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen.
Allgemein darf nur trockenes Nähgut mit dieser Maschine verarbeitet
werden. Das Material darf nicht dicker als 7 mm sein, wenn es durch
die abgesenkten Nähfüße zusammengedrückt ist. Das Material darf
keine harten Gegenstände beinhalten, da anderenfalls die Maschine
nur mit Augenschutz betrieben werden dürfte. Ein solcher Augenschutz
ist zur Zeit nicht lieferbar.
Die Naht wird im allgemeinen mit Nähgarnen aus textilen Fasern der
Dimension bis 70/3 - 140/3 NeB erstellt. Wer andere Fäden einsetzen
will, muss auch hier vorher die davon ausgehenden Gefahren
abschätzen und ggf. Sicherungsmaßnahmen ergreifen.
Diese Spezialnähmaschine darf nur in trockenen und gepflegten
Räumen aufgestellt und betrieben werden. Wird die Nähmaschine in
anderen Räumen, die nicht trocken und gepflegt sind, eingesetzt,
können weitere Maßnahmen erforderlich werden, die zu vereinbaren
sind (siehe EN 60204-31: 1999).
Wir gehen als Hersteller von Industrienähmaschinen davon aus, dass
an unseren Produkten zumindest angelerntes Bedienpersonal arbeitet,
so dass alle üblichen Bedienungen und ggf. Gefahren als bekannt
vorausgesetzt werden können.
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1
3. Technische Daten
Geräusche Arbeitsplatzbezogener Emissionswert nach DIN 45635-48-A-1-KL2
Kl. 550-16-23 LC = 79 dB (A)
Stichlänge: 4,4 [mm]
Stichzahl: 2.500 [min
-1
]
Nähgut: G1 DIN 23328 2-Lagen
Nähstichtyp
Doppelsteppstich
Nadelsystem:
134-35
797
Sy1955-1
Nadeldicke (je nach E-Nr.:) [Nm]
70 - 100
Max. Nähfadendicken: [Nm]
50/3
Max. Stichzahl: [min
-1
] 4000
Max. Stichlänge: [mm]
1,5 - 5,5
Max. Durchgang unter den Nähfüßen:
- Nähen [mm]
- Lüften [mm]
Betriebsdruck: [bar] 6
Luftverbrauch pro Arbeitsspiel: ca. [NL]
0,6
Nennspannung:
190-240V 50/60 Hz
Abmessungen (H x B xT) [mm]
140 x 750 x 1300
Arbeitshöhe (ab Werk): [mm]
790
Gewicht [kg]
140
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4. Bedienen
4.1 Nadelfaden einfädeln
Vorsicht Verletzungsgefahr !
Hauptschalter ausschalten !
Nadelfaden nur bei ausgeschalteter Nähmaschine einfädeln.
Garnrollen auf den Garnständer aufstecken und Nadel- und
Greiferfaden durch den Abwickelarm 1 führen.
Der Abwickelarm 1 muss waagerecht über den Garnrollen stehen.
Nadelfaden wie aus der nachfolgenden Abbildung ersichtlich
einfädeln.
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1
1
Abb. A: Korrekte Fadenverschlingung
in der Mitte des Nähgutes
Abb. B: Nadelfadenspannung zu
schwach
oder
Greiferfadenspannung zu
stark
Abb. C: Nadelfadenspannung zu
stark
oder
Greiferfadenspannung zu
schwach
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321
4
4.2 Nadelfadenspannung einstellen
Vorspannung
Bei geöffneter Hauptspannung 3 ist eine geringe Restspannung des
Nadelfadens erforderlich. Die Restspannung wird durch die
Vorspannung 1 erzeugt.
Die Vorspannung 1 beeinflusst gleichzeitig die Länge des
geschnittenen Nadelfadenendes (Anfangsfaden für die nächste Naht).
Grundeinstellung:
Rändelmutter 1 verdrehen, bis ihre Vorderseite mit Bolzen 2 bündig
steht.
Kürzerer Anfangsfaden:
Rändelmutter 1 im Uhrzeigersinn drehen.
Hauptspannung
Die Hauptspannung 3 ist so gering wie möglich einzustellen.
Die Verschlingung der Fäden soll in der Mitte des Nähgutes liegen.
Zu starke Fadenspannungen können bei dünnem Nähgut zu
unerwünschtem Kräuseln und Fadenreissen führen.
Hauptspannung 3 so einstellen, dass ein gleichmäßiges Stichbild
erreicht wird.
Spannung erhöhen = Rändelmutter im Uhrzeigersinn
drehen
Spannung verringern = Rändelmutter gegen den
Uhrzeigersinn drehen
Achtung
Die Hauptspannung kann über die Steuerung geöffnet werden.
(Z.B. Beim Durchnähen eines Polsters)
Zusatzspannung
Die Zusatzspannung 4 kann bei starken Kräuselungen zugeschaltet
werden (Programmierbar).
Zusatzspannung 4 niedriger als Hauptspannung 3 einstellen.
4.3 Nadelfadenspannung öffnen
Automatisch
Die Nadelfadenspannung wird beim Fadenabschneiden und beim
Nähfußlüften automatisch gelüftet.
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1
4.4 Fadenregulator einstellen
Vorsicht Verletzungsgefahr !
Hauptschalter ausschalten.
Fadenregulator nur bei ausgeschalteter Nähmaschine einstellen.
Mit dem Fadenregulator 6 wird die zur Stichbildung benötigte
Nadelfadenmenge reguliert.
Nur ein genau eingestellter Fadenregulator gewährleistet ein optimales
Nähergebnis.
Bei richtiger Einstellung muß die Nadelfadenschlinge mit geringer
Spannung über die dickste Stelle des Greifers gleiten.
Schraube 5 lösen.
Position des Fadenregulators verändern.
Schraube 5 festziehen.
Einstellhinweis:
Wenn die größte Fadenmenge benötigt wird, muss die
Fadenanzugsfeder 7 ca. 0,5 mm aus ihrer oberen Endstellung nach
oben gezogen werden. Dies ist der Fall, wenn die Nadelfadenschlinge
den maximalen Greiferdurchmesser passiert.
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76 5
4.5 Greiferfaden aufspulen
Spule auf den Spuler 2 stecken.
Faden durch durch die Führung 3 und Spannung 4 ziehen.
Faden im Uhrzeigersinn ca.5xumdenSpulenkern wickeln und an
der Fadenklemme abreißen.
Spulerhebel 1 in die Spule drücken.
Nähen
Der Spulerhebel beendet den Vorgang, sobald die Spule voll ist.
ACHTUNG !
Wenn der Faden nicht während des Nähens aufgespult werden soll,
ist der Nähfuß unbedingt in der gelüfteten Stellung zu arretieren.
(Siehe Kapitel 4.10)
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1
43 21
4.6 Greiferfadenspule wechseln
Vorsicht Verletzungsgefahr !
Hauptschalter ausschalten.
Greiferfadenspule nur bei ausgeschalteter Maschine wechseln.
Leere Spule entnehmen
Greiferabdeckung 2 nach unten schieben.
Push the hook cover 2 up ward.Nadelstange in Hochstellung
bringen.
Spulengehäuseklappe 1 anheben.
Spulengehäuseoberteil 3 mit Spule 7 herausnehmen.
Leere Spule aus dem Spulengehäuseoberteil 3 herausnehmen.
Volle Spule einlegen
Volle Spule in Spulengehäuseoberteil 3 einlegen.
Greiferfaden durch Schlitz 6 unter Spannungsfeder 5 bis in die
Bohrung 4 ziehen.
Greiferfaden ca. 5 cm aus Spulengehäuse 3 herausziehen.
Beim Abziehen des Fadens muss sich die Spule in Pfeilrichtung
drehen.
Spulengehäuse 3 wieder einsetzen.
Spulengehäuseklappe 2 schließen.
Greiferabdeckung 2 nach oben schieben.
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4.7 Greiferfadenspannung einstellen
Vorsicht Verletzungsgefahr !
Hauptschalter ausschalten.
Greiferfadenspannung nur bei ausgeschalteter Maschine einstellen.
Die erforderliche Greiferfadenspannung soll zu einer Hälfte von
Bremsfeder 8 und zur anderen Hälfte von Spannungsfeder 5 erzeugt
werden.
Spannungsfeder einstellen
Das Spulengehäuseoberteil 3 soll durch sein Eigengewicht
langsam absinken (siehe rechte Abbildung).
Spannungsfeder 5 an der Regulierschraube 10 zustellen, bis der
erforderliche Spannungswert erreicht ist.
Hinweis:
Die Unterfadenspannung soll 20 +/- 5 Gramm betragen.
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4.8 Nadel wechseln
Vorsicht Verletzungsgefahr !
Hauptschalter ausschalten.
Nadel nur bei ausgeschalteter Nähmaschine wechseln.
Schraube 1 lösen.
Neue Nadel bis zum Anschlag in die Bohrung der Nadelstange 3
einschieben.
ACHTUNG !
Die Hohlkehle 2 der Nadel muß zur Greiferspitze zeigen.
Schraube 1 festziehen.
ACHTUNG !
Nach dem Wechsel auf eine andere Nadeldicke muss der Abstand des
Greifers zur Nadel korrigiert werden (siehe Serviceanleitung).
Die Nichtbeachtung der oben stehenden Korrektur kann zu folgenden
Fehlern führen:
Wechsel auf dünnere Nadel:
- Fehlstiche
- Beschädigung des Fadens
Wechsel auf dickere Nadel:
- Beschädigungen der Greiferspitze
- Beschädigungen der Nadel
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3
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4.9 Nähfuß lüften
Der Nähfuß kann pneumatisch durch Betätigen des Fußpedals 4
gelüftet werden.
Pneumatische Nähfußlüftung (Pedal)
Pedal halb rückwärts treten.
Nähfüße lüften.
Pedal voll rückwärts treten.
Fadenabschneiden aktivieren und Nähfüße lüften.
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4
4.10 Nähfuß in Hochstellung arretieren
Der pneumatisch gelüftetete Nähfuß kann mit Knopf 3 in Hochstellung
arretiert werden (z.B. Aufspulen des Greiferfadens.)
Bei stillstehender Maschine Pedal halb rückwärts treten.
Der Nähfuß lüftet.
Knopf 3 drücken und Pedal freigeben.
Der gelüftete Nähfuß wird in Hochstellung arretiert.
Pedal nochmals halb rückwärts treten.
Die Arretierung des Nähfußes wird aufgehoben.
4.11 Nähfußdruck einstellen
Der gewünschte Nähfußdruck wird mit Rändelschraube 1 eingestellt.
Kontermutter 2 lösen.
Nähfußdruck erhöhen
Schraube 1 im Uhrzeigersinn drehen.
Nähfußdruck verringern
Schraube 1 gegen den Uhrzeigersinn drehen.
Kontermutter 2 wieder festziehen.
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4.12 Hubhöhe des Nähfußes beim Lüften
Die Hubhöhe des Nähfußes beim Lüften kann durch die
Rändelschraube 1 begrenzt werden.
Kontermutter 2 lösen.
Nähfußhub vergrößern
Rändelschraube 1 gegen den Uhrzeigersinn herausdrehen.
Nähfußhub verkleinern
Rändelschraube im Uhrzeigersinn hineindrehen.
4.13 Pulsierender Nähfuß
Um das Nähgut in den Bögen leichter drehen zu können, wird der
Nähfuß mit der Nadelfrequenz gelüftet. Die Höhe kann mit dem
Stellrad 3 eingestellt werden.
Position 0 der Skala am Stellrad 3 —> kein Hub des Nähfußes
Position 10 der Skala am Stellrad 3 —> maximaler Hub
Achtung
Dünner Stoff —> gringer Hub
Dicker Stoff —> größerer Hub
Normaler Stoff —> Position zwischen 2 u.4 auf der Skala am Stellrad 3
Grundeinstellung
Nadel in den unteren Umkehrpunkt bringen.
Das Stellrad 3 so verdrehen, dass die Zahl 2 auf der Skala zur
Näherin steht.
Innensechskantschraube 5 lösen und die Scheibe 4 nach rechts
drehen, bis der Nähfuß leicht abhebt.
Innensechskantschraube 5 anziehen
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543
21
4.15 Knietaster
Mit dem Knietaster 1 wird in den Nähprogrammen von einem
Programmschritt in den nächsten geschaltet.
Knietaster drücken.
Der nächste Programmschritt wird aufgerufen.
4.16 Linkes Pedal “Korrekturwert” / Kräuselwert
Das linke Pedal 2 hat eine Doppelfunktion.
1.
Automatikbetrieb
Im Automatikbetrieb kann mit dem Pedal der Kräuselwert korrigert
werden.
2.
Manuellen Betrieb
Im manuellen Betrieb werden mit dem Pedal die einzelnen
Kräuselstufenangewählt.
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5. Bedienen der Steuerung 550-16-23
Die 550-16-23 ist mit einer programmierbaren Steuerung ausgestattet.
Die Funktionen können über das Tastenfeld programmiert werden.
5.1 Manuelles Nähen
Wenn ohne ein Programm genäht werden soll, den manuellen
Nähmodus wie folgt aktivieren:
Taste “P” drücken.
Taste “0” und 0 drücken.
Es wird das Programm “0” = manuell angewählt .
Kräuselwert mit den Tasten0-15oder dem linken Pedal anwählen
(Einstellung Globale Parameter [3]).
Nähvorgang starten.
Im manuellen Betrieb sind die Schritt- und Programmnummern-
anzeigen ausgeschaltet.
5.1.1 Kräuselwert einstellen
Der gewünschte Kräuselwert wird mit den Tasten 1 bis “15 einge-
geben. Ein Zwischenwert (1/2) wird durch gleichzeitiges Drücken
benachbarter Kräuselwerttasten eingestellt.
Kräuselwert einstellen: (Beispiel: Kräuselwert 5)
Taste “0”+“5 drücken.
5.1.2 Zusätzliche Fadenspannung ein-/ ausstellen
Die zusätzliche Fadenspannung kann jederzeit zugeschaltet werden.
Taste “F” drücken.
Die Zusatzspannung ist eingeschaltet.
Die grüne LED unter der Taste leuchtet.
Taste “F” erneut drücken.
Die Zusatzspannung wird ausgeschaltet.
Die grüne LED erlischt.
5.1.3 Fadenspannung aus-/ einschalten
Durch gleichzeitiges Drücken der Tasten F und “1” kann die
Fadenspannung aus- bzw. wieder eingeschaltet werden.
Taste “F” und Taste “1 gleichzeitig drücken.
Die Fadenspannung wird ausgeschaltet.
Taste “F” und Taste “1 erneut gleichzeitig drücken.
Die Fadenspannung wird eingeschaltet.
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1
5.1.4 Riegelinvertierung
Der in den Parametern eingestellte Riegel (siehe Teil 4:
Programmieranleitung) wird durch gleichzeitiges Drücken der Tasten
F” und 2” unterdrückt.
Nahtanfang:
Taste “F” und Taste “2 gleichzeitig drücken.
Der Riegel wird nicht genäht.
Nahtende:
Taste “F” und Taste “2 gleichzeitig drücken.
Der Riegel wird nicht genäht.
5.2 Nähen mit einem Programm (Automatik)
Im Automatikbetrieb zeigen die Schritt- und
Programmnummernanzeigen das eingestellte Programm und den
aktiven Schritt an.
In der Programmnummernanzeige wird zusätzlich das ausgewählte
Teil (Linker oder rechter Ärmel) angezeigt. Bei Programmende blinkt
diese Anzeige.
5.2.1 Programmauswahl
5.2.1.1 Direkte Programmauswahl
Bereits erstellte Programme für einen bestimmten Ärmell können auf
folgende Weise abgerufen werden:
Taste “P” drücken.
In der Anzeige erscheint:
2-stellige Programmnummer eingeben.
Bespiel: Programm 17 soll abgerufen werden => “17” eingeben.
In der Anzeige erscheint :
Nach dem Aktivieren eines Programmes wird Schritt 01 angezeigt.
Das Programm ist sofort einsatzbereit.
Die Betriebsart “Automatik” ist aktiv.
Wenn das Programm nicht im Speicher vorhanden ist, blinkt die
linke Anzeige. Durch Festhalten der Taste “P und Tippen der Taste
Y” kann jetzt die Eingabe eines neuen Programmes gestartet
werden oder durch Drücken der Taste “P die Programmsuche
wiederholt werden.
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5.2.1.2 Programmauswahl durch Menü
Wenn die Programmnummer nicht bekannt ist, können auf folgende
Weise alle Programme der Reihe nach durchgegangen werden.
Bedienreihenfolge
Taste “P” drücken.
Es wird in den Modus Programmauswahl gesprungen.
Taste “Y” drücken.
Das erste Programm wird angezeigt.
Jedes Drücken der Taste “Y”, zeigt das nächste Programm an.
Ist das Programm mit gültigen Daten belegt, erscheint folgende
Anzeige:
Ist das Programm nicht mit gültigen Daten belegt, erscheint :
Wenn das angezeigte Programm ausgewählt werden soll,
Taste “E” drücken. (Beispiel Programm 01)
Die folgende Anzeige erscheint.
5.2.1.3 Seitenwahl in einem Programm
Nach Auswahl eines Programmes wird grundsätzlich zunächst zum
rechten Teil gesprungen (wenn ein rechter Ärmel programmiert wurde).
Im Automatikbetrieb kann jedoch jederzeit zwischen “rechten” und
“linken” Ärmel gewechselt werden.
Taste “E” drücken.
Die Steuerung schaltet zum linken Ärmel.
In der Anzeige erscheint:
Taste “E” erneut drücken.
Die Steuerung schaltet wieder zum rechten Ärmel.
In der Anzeige erscheint:
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1
5.2.2 Kräuselwerte ändern
Zur Anpassung an verschiedene Stoffarten bei gleichem
Programmschritt können die Kräuselwerte jederzeit über die Tasten “0
bis 15” verändert werden.
Über den zusätzlichen Fußtaster kann der aktuelle Kräuselwert um 0,5
erhöht oder verringert werden.
Kräuselwert um einen ganzen Wert erhöhen oder verringern:
Beispiel: Eingeschalteter Kräuselwert = 08
Taste “9” drücken.
Der nächst höhere Kräuselwert wird angewählt.
Taste “7” drücken.
Der nächst niedrigere Kräuselwert wird angewählt.
Der veränderte Kräuselwert wird bei Anwahl des nächsten
Programmschrittes automatisch gelöscht.
Kräuselwert um einen halben Wert erhöhen oder verringern:
Beispiel: Eingeschalteter Kräuselwert = 08
Fußschalter nach vorne drücken.
Der Kräuselwert wird um 0,5 erhöht.
Fußschalter nach hinten drücken.
Der Kräuselwert wird um 0,5 verringert.
Der veränderte Kräuselwert wird bei Anwahl des nächsten
Programmschrittes automatisch gelöscht.
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5.3 Programmierbare Funktionen
Mit jedem Programm werden die im folgenden beschriebenen
Maschineneinstellungen gespeichert.
5.3.1 Neues Programm einrichten
Die Einrichtung eines neuen Programmes wird mit der Eingabe einer
nicht vorhandenen Programmnummer gestartet.
Taste “P” drücken.
2-stellige Programmnummer eingeben.
Die linke Anzeige blinkt.
(Wenn die linke Anzeige nicht blinkt ist das gewählte Programm
bereits vorhanden.)
Taste “Y” festhalten und Taste P” tippen.
In der mittleren Anzeige erscheint “01".
Die Punkte in der mittleren Anzeige blinken.
Die Punkte in den Anzeigen “Schritt” und “Ärmelseite “ blinken.
Hinweis:
Mit der Taste E kann zwischen linken und rechtem Teil gewechselt
werden bis der erste Kräuselwert/ Sonderfunktion gewählt wurde
(Anzeige Ärmelseite blinkt nicht mehr).
Kräuselwert durch Druck auf eine der Tasten von 0 bis 15
eingeben.
Evtl. zusätzliche Funktionen für den Schritt durch Druck auf eine
der folgenden Tasten aktivieren :
- F : Zusatzfadenspannung ein / aus
- F + 1: Nadelfadenspannung ein/ aus
Knietaster drücken.
Der nächste Schritt wird angewählt.
Der Eingabewert wird gespeichert.
Der nächste Wert kann eingegeben werden.
Diese Programmierreihenfolge kann bis zum Schritt 13 fortgesetzt
werden.
Taste “E” drücken.
Die ermittelten Werte werden für das zweite Teil gespiegelt und
abgespeichert.
oder
Taste “Y”+P drücken.
Die ermittelten Werte werden nur für das aktuelle Teil gespeichert
und nicht gespiegelt.
Hinweis:
Mit der Taste Y kann beim Teachen jeweils ein Schritt
zurückgesprungen werden.
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1
5.3.2 Temporäre Änderungen in einem Schritt
Jede Funktion in einem Schritt kann bei Bedarf geändert werden.
Diese Änderung ist nur für diesen Programmlauf gültig. Wird der
Schritt verlassen gehen diese Änderungen verloren. Es können auch
Parameteränderungen vorgenommen werden.
Taste für den gewünschten Kräuselwert drücken.
Der neue Kräuselwert erscheint in der linken Anzeige.
Beim nächsten Programmdurchlauf ist wieder der ursprüngliche
Wert aktiv.
5.3.3 Änderungen im Programm speichern
Wenn das Programm dauerhaft geändert werden soll, wie folgt
vorgehen :
Den zu ändernden Schritt anwählen.
Taste “Y” festhalten und Taste P” tippen.
Es wird in den Editiermodus geschaltet.
Die Dezimalpunkte in der Schrittanzeige blinken.
Beispiel
Neuen Kräuselwert eingeben.
Evtl. weitere Parameter eingeben, wie z.B. zusätzliche
Fadenspannung.
Taste “Y” festhalten und Taste P” tippen.
Das gesamte Programm wird gespeichert.
Das Programm wird mit dem geänderten Schritt fortgesetzt.
Oder
Taste “E” drücken.
Das Programm wird auf die andere Ärmelseite gespiegelt,
5.3.4 Programm löschen
Soll ein aktives Programm gelöscht werden, so ist dies mit den
folgenden Tasteneingaben möglich :
Taste “Y” festhalten und Tasten P” und E” tippen.
Die Tasten müssen 2 Sekunden gehalten werden, dann erlischt die
Programmnummer. Nach dem Loslassen aller Tasten wird in die
Programmnummerneingabe verzweigt.
Die Programmnummernanzeige blinkt.
Eine neue Programmlnummer kann eingegeben werden.
Hinweis:
Das Löschen eines Programmes ist nur in einem nicht angefangenem
Programm möglich.
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6. Nähen
Nähvorgang Bedienung / Erläuterung
Vor dem Nähstart
Ausgangslage
Nähgut am Nahtanfang
positionieren
- Pedal in Ruhestellung.
Nähmaschine steht still.
Nadel oben. Nähfuß unten.
- Pedal halb nach hinten drücken.
Der Nähfuß lüftet.
- Nähgut positionieren.
- Pedal loslassen.
Der Nähfuß senkt auf das Nähgut ab.
Am Nahtanfang
Anfangsriegel und weiternähen
- Pedal nach vorn treten und getreten halten.
Der Anfangsriegel wird genäht (wenn vorgegeben).
Anschließen näht die Maschine mit der vom Pedal
bestimmten Drehzahl weiter.
In der Nahtmitte
Nähvorgang
unterbrechen
Nähvorgang
fortsetzen
Zwischenriegel
nähen
Kräuselwert ändern
- Pedal entlasten (Ruhestellung).
Die Maschine stoppt.
Der Nähfuß ist unten.
- Pedal nach vorne treten.
Die Maschine näht mit der vom Pedal
bestimmten Drehzahl.
- Taste [OH] drücken und Pedal getreten halten.
Die Maschine näht Rückwärts, so lange Taste [OH]
gedrückt wird.
Die Drehzahl wird durch das Pedal bestimmt.
- Mehrweitentaste oder linkes Pedal betätigen.
Der gewählte Mehrweitenwert wird aktiviert.
Am Nahtende
Nähgut entnehmen
- Pedal ganz zurücktreten und gedrückt halten.
Der Endriegel wird genäht (wenn vorgegeben).
Der Faden wird abgeschnitten.
Die Maschine stoppt in 2. Position.
Der Nähfuß ist gelüftet.
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1
7. Wartung
7.1 Reinigung und Prüfung
Vorsicht Verletzungsgefahr !
Hauptschalter ausschalten.
Die Wartung der Nähmaschine darf nur im ausgeschalteten Zustand
erfolgen.
Die Wartungsarbeiten müssen spätestens nach den in den Tabellen
angegebenen Wartungsintervallen vorgenommen werden (siehe Spalte
“Betriebsstunden”).
Bei der Verarbeitung stark flusender Materialien können sich kürzere
Wartungsintervalle ergeben.
Eine saubere Maschine schützt vor Störungen.
Durchzuführende Erläuterung Betriebs
-
Wartungsarbeit stunden
Maschinenoberteil
- Nähstaub und Fadenreste
entfernen.
(Z.B. Mit Druckluftpistole)
Besonders zu reinigende Stellen:
- Unterseite der Stichplatte
- Transporteurstege
- Bereich um den Greifer 1
- Spulengehäuse
- Fadenabschneider
- Bereich der Nadel
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26
1
Durchzuführende Erläuterung Betriebs
-
Wartungsarbeit stunden
Pneumatisches System
- Wasserstand im Druckregler
prüfen.
- Filtereinsatz reinigen.
- Dichtigkeit des Systems
prüfen.
Der Wasserstand darf nicht bis zum Filtereinsatz 1 an
-
steigen.
- Wasser nach Eindrehen der Ablassschraube 3 unter
Druck aus Wasserabscheider 2 ablassen.
Durch Filtereinsatz 1 werden Schmutz und Kondens-
wasser ausgeschieden.
- Maschine vom Druckluftnetz trennen.
- Ablassschraube 3 hineindrehen.
Das pneumatische System der Maschine muss
drucklos sein.
- Wasserabscheider 2 abschrauben.
- Filtereinsatz 1 abschrauben.
Verschmutzte Filterschale und Filtereinsatz mit
Waschbenzin (kein Lösungsmittel!) auswaschen und
sauber blasen.
- Wartungseinheit wieder zusammenbauen.
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500
500
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1
2
4
6
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10
1
2
3
7.2 Ölschmierung
Vorsicht Verletzungsgefahr !
Öl kann Hautausschläge hervorrufen.
Vermeiden Sie längeren Hautkontakt.
Waschen Sie sich nach Kontakt gründlich.
ACHTUNG !
Die Handhabung und Entsorgung von Mineralölen unterliegt
gesetzlichen Regelungen.
Liefern Sie Altöl an eine autorisierte Annahmestelle ab.
Schützen Sie die Umwelt.
Achten Sie darauf, kein Öl zu verschütten.
Verwenden Sie zum Ölen der Spezialnähmaschine ausschließlich das
Schmieröl ESSO-SP-NK 10 oder ein gleichwertiges Öl mit folgender
Spezifikation:
Viskosität bei 40° C: 10 mm²/s
Flammpunkt: 150° C
ESSO SP-NK 10 kann von den Verkaufsstellen der
DÜRKOPP ADLER AG unter folgender Teile-Nr. Bezogen werden:
2-Liter-Behälter: 9047 000013
5-Liter-Behälter: 9047 000014
Durchzuführende Erläuterung Betriebs-
Wartungsarbeit stunden
Schmierung des Maschinen
-
oberteiles
Das Maschinenoberteil ist mit einer zentralen Öldocht
-
schmierung ausgestattet. Bis auf den Greifer werden
alle Lagerstellen aus Ölvorratsbehälter 1 versorgt.
- Der Ölstand darf nicht unter die Strichmarke “MIN”
absinken.
- Durch die Bohrungen im Schauglas Öl bis zur
Strichmarkierung “MAX” nachfüllen.
40
28
1
18

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